Tipps gegen Haarausfall

Tipps gegen HaarausfallGründe für Haarausfall gibt es viele. Unter Umständen reichen dabei schon diese Tipps aus, um den Haarverlust zu stoppen. Gerade bei jungen Frauen ist die Alopezie häufig durch Stress oder Hormone verursacht. Ist dies der Fall können schon kleine neue Verhaltensweisen und Hausmittel erfolgversprechend sein. Dabei ist ebenfalls zu bedenken, dass der Verlust von bis zu 100 Haaren täglich zum ganz normalen Wachstumsprozess der Haare gehört. Erst darüber hinaus ist eine Behandlung notwendig.

1. Stress reduzieren

Das Stress Haarausfall verursachen kann ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Gerade Frauen die durch Karriere oder Haushalt und Familie hohen Anforderungen im Alltag ausgesetzt sind, sind besonders häufig betroffen. Da unsere Kopfhaut von einem dichten Netz aus Nervenbahnen durchzogen ist, das dicht an die Haarwurzeln reicht, können bestimmte Botenstoffe die Follikel erreichen. Dort wirken sie sich negativ auf den Haarzyklus aus.

Um stressbedingten Haarausfall loszuwerden, reicht es in der Regel schon den Alltag zu entschleunigen. Häufigere Pausen während der Arbeit in denen Yoga- und Entspannungsübungen durchgeführt werden sind eine oft unterschätzte Maßnahme. Auch ein Spaziergang in der Natur oder eine Massage vom Partner verfehlen ihre Wirkung nicht. Es muss also nicht immer das teure Wellness-Wochenende oder die sinnbildliche Hängematte am Strand sein.

2. Auf die Ernährung achten

Ein weiterer unterschätzter Faktor für gesundes Haarwachstum ist unsere Ernährung. Auch wenn Superfoods und eine gesunde Ernährungsweise wieder mehr im Trend liegen, bestimmt der hektische Alltag immer noch die Ernährung vieler Frauen. Dabei sind Fast Food, Süßigkeiten und auch anschließende Crash-Diäten alles andere als gesund für die Haare. Für ein kräftiges und starkes Wachstum der Haare werden viele Nährstoffe benötigt, deren Bedarf auf diese Weise nicht gedeckt werden kann. Da diese Nährstoffe auch für andere wichtige Prozesse im Organismus gebraucht werden, treten Mangelerscheinungen zuerst an Haaren, Haut und Nägeln auf.

Gerade während der Schwangerschaft ist der Nährstoffbedarf besonders hoch. Die Erhöhung der Blutmenge bei Schwangeren spielt hierbei eine entscheidende Rolle durch den größeren Bedarf an Eisen. Neben einer ausgewogenen und gesunden Ernährung können Nahrungsergänzungsmittel eine gute Wahl sein um den Haarausfall wieder in den Griff zu bekommen. Außerdem verbessern diese häufig auch das Hautbild und stärken die Nägel.

Ein vermehrter Haarausfall nach der Schwangerschaft ist in der Regel hormonell bedingt. Durch den erhöhten Östrogenspiegel wachsen die Haare während der Schwangerschaft besonders kräftig. Normalisieren sich die Hormone im Anschluss kommt es nun zu dem hinausgezögerten Haarverlust. Dieser gibt sich normalerweise im Laufe der Zeit von alleine, kann aber durch die Stillzeit vorerst verstärkt werden.

3. Kopfmassagen

Kopfmassagen sorgen nicht nur für Entspannung und wirken Stress entgegen. Sie sorgen auch für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut. Auf diese Weise können die Haarwurzeln besser mit den Nährstoffen versorgt werden, die sie für den Aufbau der Haare benötigen. Ideal ergänzt werden Kopfmassagen durch die Pflege mit Haarölen und anderen Hausmitteln.

Lesetipp: Mit Kopfmassagen gegen den Haarausfall ankämpfen?

4. Haarkuren

Haarkuren werden äußerlich angewendet und bringen die Nährstoffe auf direktem Weg dorthin, wo sie benötigt werden: An die Haarfollikel. Dabei bestimmen Hausmittel wie Olivenöl, Brennnesselblätter, Apfelessig, Knoblauch, Quark und Honig die Rezepturen. Diese Zutaten hatte schon Oma immer in der Küche und fehlen auch heute nur selten im Haushalt. Wer auf neue Trends nicht verzichten will setzt auf MSM und Bockshornklee. Hier handelt es sich eigentlich um Superfoods, aus denen jedoch auch eine Haarmaske zubereitet werden kann. Die Wirkung ist dabei durch wissenschaftliche Studien bestätigt.

Lesetipp: Haarkuren gegen Haarausfall zum selber machen

5. Die Haare richtig Pflegen

Unsere Umwelt und die Pflege kann die Haare ganz schön strapazieren und dabei sogar für Haarverlust verantwortlich sein. Im Sommer sollten empfindliche Haare vor starker Hitze und UV-Strahlung geschützt werden. Darüber hinaus kann auch starkes trockenreiben mit dem Handtuch oder ein zu fest gebundener Zopf den Haarausfall fördern.

Generell gilt auch: Nur weil die Haare gesund aussehen müssen sie es nicht sein. Die meisten Shampoos enthalten viele Stoffe wie Silikone oder Parabene, die sich an das Haar heften. Es entsteht so eine Schicht, die zwar optisch etwas her macht, jedoch keine Nährstoffe mehr durchlässt. In der Folge befindet sich darunter oft sprödes, glanzloses und gebrochenes Haar. Wir empfehlen daher für die Wäsche ein mildes, silikonfreies Shampoo zu verwenden. Wer auf Naturkosmetik setzt, macht dabei nur selten etwas falsch.

6. Haarwuchsmittel verwenden

Alle Hausmittel, Tipps und Tricks gegen Haarausfall sind schön und gut. Handelt es sich jedoch erblich bedingten Haarausfall bzw. androgenetische Alopezie helfen nur spezielle Haarwuchsmittel. Bei Frauen kommen hier vor allem 2 Arten von Produkten in Frage. Diese basieren entweder, wie zum Beispiel bei Regaine, auf Minoxidil oder Thiocyanat. Minoxidil greift in den Hormonhaushalt ein und darf daher von Schwangeren oder stillenden Müttern nicht verwendet werden. Thiocyanat hingegen ist auch in diesen Situationen unbedenklich. Beide Produkte können rezeptfrei in der Apotheke oder online gekauft werden.

Besteht Unsicherheit bezüglich der Ursache des Haarausfalls, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann den genauen Grund abklären und weitere Schritte einleiten.