Haarausfall durch trockene Haare

Trockene Haare und Haarausfall hängen in der Regel nicht direkt zusammen, könne aber sehr wohl die gleich Ursachen haben und treten daher häufig zusammen auf. Darüber hinaus sieht trockenes, brüchiges Haar nicht nur unschön aus, ihm liegen tiefere Probleme zu Grunde die es zu behandeln gilt.

Ursachen von trockenen Haaren

Trockene Haare
Trockene Haare, Spliss und vermehrter Haarausfall treten häufig zusammen auf.

Trockene Haare können viele Ursachen haben, oft hängen diese direkt mit unserem Alltag und Gewohnheiten zusammen und können mehr oder weniger leicht beseitigt werden. Sind Krankheiten der Auslöser ist ein Gang zum Arzt allerdings ein Muss.

Folgende Umstände können Auslöser sein:

  • Falsche Haarpflege: Zu heißes Föhnen und starkes Kämmen können Haar und Kopfhaut austrocknen
  • Falsche Pflegeprodukte: Silikonhaltige Shampoos können durch den sogenannten Build-Up-Effekt eine für Nährstoffe undurchdringbare Schicht um das Haar legen. Das Haar sieht von außen häufig noch schön aus und glänzt, unter der Oberfläche ist es jedoch bereits kaputt und brüchig.
  • Hormonelles Ungleichgewicht: Gerade während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der Hormonhaushalt vieler Frauen durcheinander. Dies wirkt sich auch Haut und Haare aus und verschwindet in der Regel von selbst. In den Wechseljahren kommt es ebenfalls zu einer hormonellen Umstellung, ein niedrigerer Östrogenspiegel führt in Kombination mit einem höheren Testosteronspiegel zu dünnem Haar.
  • Mangelernährung: Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Ein Vitaminmangel kann dazu führen, dass die Haarfollikel nicht mehr mit den benötigten Nährstoffen versorgt werden. Es kommt zu trockenen Haaren und langfristig auch zu Haarausfall.
  • Stress: Ist neben einer Mangelernährung der häufigste Grund für Haarausfall bei Frauen. Hier hilft nur mehr Entspannung in den Alltag zu bringen und zu Entschleunigen.
  • Krankheiten: Bei einem Verdacht auf eine Krankheit oder körperlichen Ursachen wie einer Schilddrüsenunterfunktion sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Hausmittel und Tipps gegen trockene Haare

Zum Glück gibt es einfache kleine Tricks mit denen dem trockenen Haar begegnet werden kann:

  • Pflegeprodukte: Unbedingt sollte ein mildes Shampoo ohne Silikone und aggressive Sulfate verwendet werden. Am besten sind naturkosmetische Shampoos. Diese pflegen das Haar zusätzlich mit guten Inhaltsstoffen aus zum Beispiel Arganöl, die das Haar direkt erreichen. Die Umstellung kann allerdings ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, aber es lohnt sich.
  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung ist nicht nur gut für die Haare und führt häufig zu einem besseren allgemeinen Wohlbefinden. Ein Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel sollte mit dem Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse einhergehen. Pflanzliche Öle liefern dabei wichtige ungesättigte Fettsäuren. Im Notfall kann auf spezielle Nahrungsergänzungsmittel zurück gegriffen werden, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.
  • Haarkuren: Eine Haarkur kann schnell selbst hergestellt werden und versorgt das Haar direkt von außen mit allen wichtigen Nährstoffen.
  • Wellness und Sport: Ist der Alltag sehr stressbelastet lohnt es sich einen Gang zurück zu schalten. Regelmäßige Wellnessanwendungen wie Massagen oder ein Saunabesuch sind Gold wert. Auch Sport kann zu einem Rückgang von Stress führen und den Kopf frei machen.

Viele weitere Tipps die gegen trockene Haare helfen gibt es unter: https://www.schlafzimmer.de/beauty-lifestyle/trockene-haare

Fazit

Trockene Haare führen zwar nicht zu einem Haarverlust. Die Ursachen liegen jedoch häufig so nah beieinander, dass ein Zusammenhang vermutet werden kann. Wird das Haar wieder richtig gepflegt, verschwinden in der Regel nicht nur die trockenen Haare. Das Haarwachstum wird zusätzlich angeregt und der Haarausfall hört auf.

Quellen

Habif TM. Hair diseases. In: Habif TP, ed. Clinical Dermatology. 5th ed. Philadelphia, Pa: Mosby Elsevier; 2009:chap 24.

Ellsässer S: Schuppen; sprödes, trockenes Haar; strapaziertes, gefärbtes, dauergewelltes Haar. Aus Ellsässer S (2008): Körperpflege und Kosmetik, 2. Auflage, Springer Verlag, Seiten 245-246.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/stressbedingter-haarausfall.html