Haarausfall durch Eisenmangel

Eisenmangel HaarausfallEisenmangel gehört zu den häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Frauen. Mediziner gehen davon aus, dass fast 60 Prozent der Frauen betroffen sind. Zum Vergleich: Unter den Männern sind es nur ca. 15 Prozent. Lediglich Stress und hormonell bedingter Haarverlust treten bei Frauen öfter auf. Wie dem Problem begegnet werden kann hängt vor allem von der Ursache des Eisenmangels ab. In diesem Artikel geht es sowohl um die verschiedenen Auslöser als auch um Lösungsmöglichkeiten. 

Wie hängen Haarausfall und Eisenmangel zusammen?

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement im menschlichen Körper. Es wird hauptsächlich für den Aufbau der Rotenblutkörperchen die wiederum für den Sauerstofftransport zuständig sind gebraucht. Durch Eisenmangel entsteht also häufig auch Blutarmut, die sogenannte Anämie. Darüber hinaus benötigen viele Enzyme Eisen für ihre Tätigkeit. Eisen ist also aus zwei Gründen für gesunden Haarwuchs notwendig:

  1. Ohne Eisen werden die Haare nicht ausreichend mit Nährstoffen durch das Blut versorgt.
  2. Eisen ist direkt an der DNA-Synthese an den Haarfollikeln beteiligt. Ohne Eisen können die dortigen Enzyme das Haar nicht aufbauen. Ist der Eisenmangel dauerhaft und zu hoch, fällt das Haar aus.

Übrigens tritt der Haarausfall durch Eisenmangel stets in seiner diffusen Form auf. Bevor es zu einem Verlust der Haare kommt, treten häufig weitere Mangelerscheinungen auf. Diese können sein:

  • Müdigkeit und Energiemangel
  • blasse Haut
  • eingerissene Mundwinkel
  • sowie dünne und brüchige Nägel

Welche Ursachen gibt es für Eisenmangel?

Es gibt vier verschiedene Auslöser, die einem Eisenmangel zu Grunde liegen können. Diese lassen sich wie folgt kategorisieren:

  1. Es wird zu wenig des Spurenelements mit der Nahrung zugeführt. Hier lässt sich relativ schnell und einfach Abhilfe schaffen.
  2. Der Körper kann das in der Nahrung enthaltene Eisen nicht aufnehmen. Hier ist eine genauere Betrachtung notwendig. Vor allem Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und andere Entzündungen können die Ursache sein.
  3. Der Körper verliert zu viel Eisen. In der Regel sind es Blutverluste, die hier verantwortlich sind. Dies kann zum Beispiel nach größeren Verletzungen oder Operationen der Fall sein. Aber auch Tumore oder Geschwüre kommen als Auslöser für eine Anämie in Frage. Bei Frauen ist die monatliche Blutung die häufigste Ursache.
  4. Der Eisenbedarf steigt stark an. Dies ist vor allem in der Schwangerschaft durch die Ausbildung der Plazenta sowie die Versorgung des Babys der Fall.

Die richtige Dosierung von Eisen gegen Haarausfall

Unter allen Umständen muss Eisen richtig dosiert werden. Auch ein „Zu viel“ des Spurenelements kann nämlich Schäden im Körper anrichten. Vor allem wird hier das Herz belastet, es kann jedoch auch zu vorzeitigen Alterungserscheinungen kommen.

Aus diesem Grund ist es immer wichtig, den Eisengehalt im Blut durch einen Arzt abklären zu lassen. Dieser kann mit einem Blutbild durch verschiedene Marker wie Hämoglobin, Serum-Ferritin, Transferin oder auch das C-reaktive Protein den Eisenwert genau bestimmen. Anschließend kann eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden.

Frauen haben einen täglichen Bedarf von etwa 15 mg Eisen. Nach den Wechseljahren wenn die Periode ausbleibt, sinkt dieser auf ca. 10 mg und entspricht dann dem von Männern. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit kann der Eisenbedarf sogar auf 20 bis 30 mg täglich ansteigen. Aus diesem Grund ist Eisenmangel neben der hormonellen Umstellung ein weit verbreiteter Auslöser für Haarausfall in der Schwangerschaft.

Was du gegen Eisenmangel tun kannst

Wie gesagt sollte ein Eisenmangel immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Allein schon um ernstere Erkrankungen auszuschließen. Davon abgesehen ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung ein effektives Mittel gegen eine Unterversorgung mit dem Spurenelemente. Das wertvolle zweiwertige Eisen kommt vor allem in Fleisch vor. Vegetarier und Veganer müssen deshalb besonders auf eine ausreichende Eisenaufnahme achten.

Blattgemüse wie Spinat und Mangold weisen hohe Eisenwerte auf. Aber auch Trockenfrüchte, Nüsse und Mandeln sind eine hervorragende pflanzliche Lebensmitteln mit hohem Eisengehalt.

Darüber hinaus gibt es auch Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen hemmen können. Vor allem Kaffee, Kakao, Tee, Milchprodukte und Weißmehl sollten nicht gleichzeitig mit eisenhaltigen Lebensmitteln gegessen oder getrunken werden.

Die besten Eisen-Präparate gegen Haarausfall

Neben einer Umstellung der Ernährung, können verschiedene Eisen-Präparate unter Umständen eine sinnvolle Lösung sein. Diese gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel mit weiteren wichtigen Baustoffen für die Haare. Hier sind in erster Linie Biotin, Zink und B12 zu nennen. Des Weiteren gibt es Eisen-Präparate in verschiedenen Produktformen. Hier sind Kapseln, Tabletten, Brausetabletten aber auch Kräutersäfte wie das bei Amazon erhältliche Floradix zu nennen. Um eine Überdosierung zu vermeiden muss sich auf jeden Fall an die Herstellerangaben auf der Verpackung gehalten werden.

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