Haarausfall durch DHT: Was du dagegen tun kannst!

DHT und HaarausfallAlopecia Androgenetica (AGA) bezeichnet den erblich bedingten Haarausfall und stellt gleichzeitig die häufigste Form des Haarverlustes dar. Betroffene reagieren empfindlich auf das Dihydrotestosteron (DHT). Dabei handelt es sich um ein Hormon, welches quasi den größten Feind unseres Haares definiert, da die Haarfolikel eingeschrumpft werden. Die Folgen sind für viele Betroffene sehr belastend: Das Haar wächst immer dünner aus den eingeschrumpften Follikeln heraus.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Rolle DHT bei Frauen spielt, was es mit den Östrogenen auf sich hat, welche Arten von Haarausfall durch das zerstörerische Hormon ausgelöst werden können und welche Behandlungsmethoden sich als wirksam erweisen, um die Alopezie einzudämmen.

Auch Frauen sind vom erblich bedingten Haarausfall betroffen

In der Regel verläuft die die Alopecia Androgenetica bei Frauen anders ab als bei Männern. Leiden Frauen unter AGA, ist meistens zu beobachten wie das Haar zunehmend dünner wird. Die kahlen Stellen zeigen sich meistens am Oberkopf, wo sie sich vom Mittelscheitel aus vergrößern. Durch die permanente Ausbreitung wird die Kopfhaut zunehmend sichtbar. Das Haar wird zwar immer lichter, doch kahle Stellen entwickeln sich bei Frauen nicht. Für gewöhnlich bleibt auch die vordere Haarlinie erhalten. Nur bei wenigen Frauen zeigt sich im Rahmen des Haarausfalls ein Muster, wie es auch bei betroffenen Männern erkennbar ist.

Wie viele Frauen sind betroffen?

Starke Alopezie ist ein weit verbreitetes Problem. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen: Etwa jeder zweite Mann hat mit AGA zu kämpfen. Schätzungen zufolge leiden etwa drei bis sechs Prozent der unter 30-jährigen Frauen an Alopecia Androgenetica. Unter den über 70-jährigen sind es sogar 33 Prozent, also jede dritte Frau. Doch wozu gibt es das chemische Molekül Dihydrotestosteron überhaupt, wenn es unserem Haar letztendlich schädigt und wie lässt sich dagegen ankämpfen? Dazu später mehr.

Was hat DHT mit Östrogen damit zu tun?

Frauen können ebenfalls vom DHT-Effekt betroffen sein. Anders als bei Männern, werden weibliche Patienten jedoch lange Zeit auf natürliche Weise vor den schädlichen Auswirkungen durch DHT geschützt. Der Schutzmechanismus definiert sich über Östrogene, den weiblichen Sexualhormonen. Kommt es im Hormonhaushalt jedoch zu Veränderungen und der Östrogenspiegel sinkt ab, besteht die Gefahr dass sich die erbliche Veranlagung bemerkbar macht. Das betrifft primär folgende Veränderungen:

Erste Schritte der Untersuchung: Den Grad des Haarausfalls einschätzen

Um den Grad des Haarausfalls einschätzen zu können, wird bei Frauen eine der beiden Skalen eingesetzt:

  • Savin-Skala
  • Ludwig-Skala

Diese Methoden wurden nach Ihren Erfindern Dr. Savin und Dr. Ludwig benannt. Bei der Savin-Methode handelt es sich jedoch um die genauere Messung, da auch die Dichte des Haares mit einbezogen wird.

DHT ist nicht die einzige Ursache für Alopecia Androgenetica

Aus Untersuchungen geht hervor, dass die AGA bei Männern praktisch in allen Fällen die Empfindlichkeitsreaktion auf das Dihydrotestosteron auslöst. Bei Frauen sieht die Sache anders aus. Hier spielen neben DHT noch weitere Faktoren eine entscheidende Rollen, wenn es um den erblich bedingten Haarausfall geht. Forscher waren bis jetzt jedoch noch nicht in der Lage, die Faktoren im Rahmen von Studien zu bestimmen. Bekannt ist allerdings, dass es im Rahmen der Haarwachstumsbehandlung nicht nur darauf ankommt, das DHT zu hemmen. Auch das Stimulieren des Haarwachstums ist für ein zufriedenstellendes Ergebnis von Bedeutung.

Welche Art von Haarausfall wird durch DHT ausgelöst?

Mit über 60 Prozent zählt der erblich bedingte Haarausfall zu den am häufigsten auftretenden Arten. Weitere Formen definieren sich über den kreisrunden und den diffusen Haarausfall, sowie unspezifische Formen von Haarausfall, welche durch folgende Aspekte ausgelöst werden können:

  • Krankheiten
  • Medikamente
  • Mechanische Belastungen

Handelt es sich um den erblich bedingten Haarausfall, können sowohl Männer als auch Frauen von einem Medikament namens Minoxidil profitieren, welches für die äußere Anwendung bestimmt ist. Alternativ werden Antiandrogene eingesetzt, um den Haarausfall zu stoppen. Dieses Präparat ist nur für die innere Anwendung und nur für Frauen bestimmt. Der kreisrunde Haarausfall wird entweder mit Dithranol zur äußeren Anwendung oder mit Glukokortikoiden zur inneren sowie äußeren Anwendung behandelt. Handelt es sich um größere kahle Stellen, können diese mit der Topischen Immuntherapie behandelt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit UV-A-Licht einzusetzen. Die Abkürzung PUVA bedeutet: Psoralen plus UV-A. Dieser Therapieansatz definiert eine Kombination aus langwelligem UV-Licht und den sogenannten Psoralen, also dem Nährstoff verschiedener Pflanzen, welcher sich in den deren ätherischen Ölen befindet. Beide Komponenten zeichnen sich durch photosensibilisierende Eigenschaften aus und können in ihrer Wirkungsweise zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden.

Gibt es natürliche DHT-Hemmer?

Ja! Um genau zu sein, gibt es gleich eine ganze Reihe an natürlichen Wirkstoffen, welche du als DHT Blocker einsetzen kannst. Diese wollen wir dir nachfolgend vorstellen:

Afrikanischer Pflaumenbaum (Pygeum africanum)

Wird das Gewächs extrahiert, zeigen sich Phytosterine als aktiver Bestandteil, welche die DHT-Produktion hemmen können. Im Wesentlichen sorgt Pygeum dafür, dass der DHT-Gehalt im Blut reduziert wird. Außerdem kann die Anzahl der Stellen minimiert werden, an denen sich das DHT ansiedeln kann. Um einen synergetischen Effekt im Rahmen der Haarausfall-Prävention zu erzielen, wird der Extrakt häufig in Kombination mit Sägepalme, einer Pflanze aus dem Südosten der USA verabreicht.

Silbertraubenkerze (Cimicifuga racemosa)

Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Staude die in den USA und Kanada beheimatet ist. Die Inhaltsstoffe der Wurzel hemmen DHT und werden zu verschiedenen Präparaten verarbeitet. Eine Studie der Ruhruniversität Bonn hat die Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall bereits untersucht. Die Ergebnisse dabei waren äußerst positiv.

Lesetipp: Silbertraubenkerze gegen Haarausfall

Kürbiskern-Öl

In Bezug auf das dunkelgrüne, fast schwarz schimmernde Öl konnten Wissenschaftler nachweisen, dass sich die DHT-Bildung damit kontrollieren lässt. Im Grunde genommen zerstört das Kürbiskernöl DHT in der Leber und eignet sich besonders bei altersbedingtem Haarausfall.

Lesetipp: Kürbiskernöl gegen Haarausfall

Grüner Tee

Dabei handelt es sich um ein starkes Antioxidans, welches durch zahlreiche positive Wirkungsweisen in Erscheinung tritt:

  • antimikrobiell
  • entzündungshemmend
  • antitumoral
  • antioxidativ

Ob als Tee oder in Form von Extrakt-Pillen*: Grüner Tee kann den unerwünschten Haarausfall stoppen und das Nachwachsen durch die enthaltenen Katechine und Flavonele erleichtern.

Lesetipp: Welcher Tee hilft gegen Haarausfall?

Emu-Öl

Das Öl hält tatsächlich, was dessen Name verspricht: Es wird aus Emus gewonnen. Genauer gesagt aus dem Fettgewebe des „Emu Dromaius novaehollandiae“ beziehungsweise dessen Unterarten. Und auch wenn es sich um ein Öl handelt, so ist es dennoch fettfrei. Du kannst das hochwirksame Antiandrogen abends auf deiner Kopfhaut verteilen, über Nacht einwirken lassen und so gegen den lästigen Haarausfall ankämpfen.

L-Lysin

Hierbei handelt es sich nicht direkt um einen DHT-Blocker, sondern um einen Verstärker von anderen DHT-Blockern. Aus Studien geht hervor, dass L-Lysin in Kombination mit anderen blockenden Präparaten dazu führen kann, das Haarwachstum zu fördern.

Jojoba-Öl

Dabei handelt es sich um ein ausgezeichnetes Produkt, wenn es um Strategien zur Eindämmung von lästigem Haarausfall geht. Nicht nur dass die Kopfhaut durch Jojoba deutlich genährt werden kann, auch die allgemeine Gesundheit lässt sich damit verbessern. Gut dokumentierte Reinigungseigenschaften auf der Kopfhaut werden mit Anti-Aging-Effekten kombiniert, welche das Haarwachstum in ihrer Gesamtheit fördern können.

Aloe Vera

Die Kaktus-Pflanze besticht primär durch ihre antibakteriellen und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften. Die Heilpflanze enthält gleich mehrere Wirkstoffe, welche sich im Rahmen der Haarausfall-Prävention als effektiv erweisen:

  • Zink
  • B-Vitamine
  • Biotin
  • Inosit

Außerdem sorgt das Gewächs dafür, dass die Haarfollikel besser durchblutet werden, sobald das Gel aus den dicken Blättern in die Kopfhaut einmassiert wird.

Lesetipp: Aloe Vera: Haarausfall mit Gel & Saft bekämpfen

Biotin

Hierbei handelt es sich um ein sehr beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, welches uns nicht nur schöne Haare, sondern auch ebenso schöne Haut und Fingernägel verspricht. Biotin ist auch als Vitamin H bekannt und wird dafür eingesetzt das Haarwachstum zu fördern, vor Trockenheit zu schützen und die Biosynthese ungesättigter Fette zu unterstützen.

Wozu braucht der Körper überhaupt DHT?

Eines der bedeutendsten Hormone in unserem Körper ist das primär für die männliche Entwicklung verantwortliche Sexualhormon Testosteron, welches in der Fachsprache als Androgen bezeichnet wird. Es kommt sowohl im männlichen, als auch im weiblichen Körper vor, unterscheidet sich dort aber nicht nur in seiner Konzentration, sondern auch in seiner Wirkungsweise. Diese Wirkungsweise bezieht sich auf seine Tätigkeit als Hormonvorläufer für das DHT, also seine biologisch aktivste Form. Dies wiederum bedeutet, dass eine Umwandlung stattfinden muss: Von Testosteron in DHT. Ein spezifisches Enzym ist für die Umsetzung und die Regulierung verantwortlich. Der Name des Enzyms: 5-Alpha-Reduktase. Die Umwandlung in DHT findet in der Zielzelle statt. Die Zielzelle enthält das Enzym und 5-Alpha-Reduktase.

Die im oben vorgestellten Emu-Öl enthaltene Linolensäure definiert einen potenten Inhibitor des 5-Alpha-Reduktase-Enzyms und eignet sich deshalb für die Behandlung aller Erkrankungen, welche im Zusammenhang mit DHT stehen. Bevor du zu Medikamenten greifst und Gefahr läufst, dich mit unangenehmen Nebenwirkungen auseinandersetzen zu müssen, solltest du das Emu-Öl auf deinen Speiseplan setzen. Dasselbe gilt für Cayennepfeffer, da dieser dafür sorgt dass die Durchblutung angeregt wird. Gut durchblutete Haarfollikel sind unerlässlich für ein uneingeschränktes Haarwachstum. Die rote Farbe des Chilipfeffers lässt sich auf den hohen Anteil an Vitamin-A zurückführen, welches für folgende Faktoren essentiell ist:

  • Gesunde Abwehrkräfte
  • Fortpflanzung
  • Zellaktivität
  • Wachstum
  • Normales Sehen

Am besten rundest du deine Ernährungsgewohnheiten mit der Zugabe von Ylan Ylang ab. Die Pflanze ist eine Unterart der Annonengewächse und bringt ein wertvolles Öl hervor, welches für die Bekämpfung von unerwünschtem Haarausfall eingesetzt wird und zugleich das Haarwachstum anregt.

*Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. Letzte Aktualisierung am 24.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API.