Haarausfall bei Frauen – Das hilft wirklich!

In den meisten Kulturen gilt volles und schönes Haar als Schönheitsideal. Mit üppigen Flechtfrisuren oder einem modernen Kurzhaarschnitt kann die Persönlichkeit und Stimmung ausgedrückt werden. Daher fühlen sich viele Frauen unattraktiv, wenn
ihnen vermehrt Haare ausfallen. Die durchschimmernde Kopfhaut und der dünner werdende Haarzopf können Frauen im Alltag stark belasten. Das Waschen und Haare kämmen wir zur Qual, da die Angst vor Haarverlust ständig zugegen ist. Diese Gefühle können viele Frauen nachvollziehen, denn laut statistischen Erhebungen leiden ca. 20 % aller Frauen unter Haarausfall. Die Ursachen gestalten sich vielseitig und erstrecken sich von hormonellen Problemen über Nährstoffmangel bis hin zu einer ungünstigen Lebensführung. Mit Anpassungen im Alltag, einer gezielten Einnahme von Präparaten sowie mit Hausmitteln können Frauen dem Haarverlust entgegenwirken.

Arten von Haarausfall bei Frauen

Im Durchschnitt verlieren Menschen zwischen 50 und 100 Haare pro Tag. Wenn mehr als 100 Haare verloren gehen, liegt ein Haarausfall vor. Mediziner unterscheiden verschiedene Arten von Alopezie (Haarausfall), die genetisch oder erblich bedingt sind. Auch ungünstige Routinen können Haarverlust auslösen.

Androgenetische Alopezie

Bei dieser Form handelt es sich um einen anlagebedingten Haarausfall. Mit zunehmendem Alter wird das Haar lichter und führt schlussendlich zu einer vollständigen oder unvollständigen Bildung einer Glatze. Die androgenetische Alopezie ist keine Krankheit, sondern eine normale Alterserscheinung, die vornehmlich Männer betrifft. Auch wenn Frauen seltener und weniger stark von dieser Form betroffen sind, leidet etwa jede zweite Frau mit Haarverlust unter diesem Erscheinungsbild. Der androgenetische Haarausfall wird durch Androgene, dabei handelt es sich um männliche Sexualhormone, ausgelöst. Genauer gesagt durch eine abgebaute Form, dem Dihydrotestosteron (DHT). Das Enzym 5a-Reduktase ist notwendig um DHT zu bilden. Wenn Frauen das Enzym vermehrt in ihren Haarfollikel beherbergen und eine genetische Überempfindlichkeit gegenüber DHT besteht, führt dies zu Haarausfall. Für diesen Teufelskreis müssen also sowohl eine Überempfindlichkeit und eine vermehrte Anwesenheit des Enzyms gegeben sein. Die androgenetische Alopezie wird von den Eltern vererbt. Somit sind meistens mehrere Familienmitglieder davon betroffen.

Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall)

Der kreisrunde Haarausfall tritt lokal recht scharf begrenzt auf und betrifft in der Regel nur das Haupthaar der Frau. Der Haarausfall kann sich an einer oder mehreren Stellen auf dem Kopf bemerkbar machen. Die Körperbehaarung fällt bei Frauen nur selten kreisrund aus. Bei dieser Form handelt es sich um einen krankhaften Befund, von dem hierzulande etwa 1,4 Millionen Menschen betroffen sind. Die Alopecia Areata tritt in der Regel zwischen dem zehnten und 30. Lebensjahr auf. Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute nicht wissenschaftlich geklärt. Experten vermuten allerdings eine Autoimmunreaktion. Auch Stress und Vererbung können eine Rolle spielen. Neben dem Haarausfall zeigen Patientinnen auch Veränderungen an den Fingernägeln, wie eine Rillenbildung oder Aufhaubungen, die sich sandpapierartig darstellen. Die Alopecia areata Atrophicans ist eine Sonderform des kreisrunden Haarausfalls und betrifft vornehmlich Frauen. Dabei kommt es zu einer Zerstörung der Haarfollikel, wodurch die Haare ausfallen. Besonders betroffen sind Frauen zwischen dem 30. und 55. Lebensjahr. Die Erkrankung ist durch einen schleichenden Fortschritt gekennzeichnet. Zunächst bilden sich rote, haarlose Flecken, die sich zunehmend ausbreiten. Die Ursachen dieser Sonderform sind ebenfalls unbekannt.

Es existieren keine allgemeingültigen und erfolgsversprechenden Therapien für den kreisrunden Haarausfall bei Frauen. Dennoch können Patientinnen auf Behandlungsmethoden zurückgreifen, die sich in der Praxis bereits erfolgreich gezeigt haben.

Diffuser Haarausfall

Diese Form des Haarausfalls betrifft vor allem Frauen. Der Verlust von Haaren stellt sich diffus dar – es sind weder gewisse Strukturen oder besonders betroffene Stellen zu erkennen. Der Haarausfall, der überall auf dem Kopf entstehen kann, lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. So können zugrunde liegende Krankheiten wie Essstörungen, Lupus und Schilddrüsen- sowie Stoffwechselerkrankungen zu dem Haarausfall führen. Auch Hormonschwankungen, Mangelzustände und Stress sowie bestimmte Medikamente können den diffusen Haarausfall auslösen. In der Therapie werden zunächst die zugrunde liegenden Erkrankungen behandelt, um den Haarausfall zu stoppen. Die Behandlung kann jedoch wesentlich dadurch erschwert werden, dass die Erforschung der Ursache sich in der Praxis schwierig gestaltet. Vor allem Stressfaktoren können nicht immer erfolgreich ausgemacht und beseitigt werden.

Seltene Formen von Haarausfall

Zu den häufigen Arten von Haarausfall kommen noch seltene Formen hinzu. Hierbei ist insbesondere die Alopecia universalis zu nennen. Durch eine Autoimmunerkrankung fällt häufig die komplette Körperbehaarung aus. Die Alopecia seborrhoica entsteht dadurch, dass die Talgdrüsen zu viele Hautfette bilden. Bei der Alopecia specifica fallen die Haare aufgrund einer Syphiliserkrankung aus.

Temporärer oder permanenter Haarausfall?

Ein temporärer Haarausfall tritt zeitlich begrenzt auf. Betroffene leiden demnach nicht dauerhaft unter dem Haarverlust. Ursachen sind vor allem zeitlich befristete Medikamenteneinnahmen oder Erkrankungen wie Gürtelrose. Auch mechanische Belastungen können zu einem temporären Haarausfall führen.

Der permanente Haarausfall wird allerdings durch bleibende Störfelder ausgelöst. Dann liegen genetische oder altersbedingte Ursachen zugrunde.

Eine Sonderform bildet der kreisrunde Haarausfall, denn er kann temporär als auch permanent auftreten. Das liegt daran, dass ein vollständiges Nachwachsen von Haaren an den kahlen Stellen möglich ist. Kommt der Haarausfall zum Stoppen aber die betroffene Region erholt sich nicht, ist der Haarausfall als dauerhaft zu bezeichnen.

Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Frauen neigen eher zu erworbenen Ursachen für den Haarausfall, als zu den angeborenen. In selteneren Fällen ist der bevorzugt weibliche Teil einer Familie von starkem Haarausfall betroffen. Vielmehr spielt die individuelle Lebensführung eine entscheidende Rolle für den Haarverlust. Dazu gehören vorliegende Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und die mechanische Belastung.

Diese Erkrankungen führen zum Haarverlust

Folgende Erkrankungen können den Haarausfall begünstigen:

  • Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenunterfunktion)
  • Infektionskrankheiten (Typhus, Tuberkulose, Scharlach und schwere Influenza)
  • Krebserkrankungen (Haarverlust durch die durchgeführte Strahlentherapie)
  • Vergiftungen mit Schwermetallen (beispielsweise mit Arsen oder Thallium)
  • Essstörungen (der Körper reagiert mit Haarausfall auf die Mangelversorgung)

Haarausfall bei Frauen: Spiegelbild der heutigen Ernährung?

Damit Haare sich gesund entwickeln und bestehen können, müssen genügend Nährstoffe im Körper vorhanden sein. Diese Nährstoffe werden vornehmlich über die Nahrung aufgenommen. Einseitige Ernährungstrends und Crash-Diäten führen zu einem chronischen Mangelzustand im Körper. Beruflicher und privater Stress sowie der hektische Alltag können dazu führen, dass mehr „Junk Food“ und stark verarbeitete Lebensmittel auf dem Speiseplan landen. Die unausgewogenen Gerichte versorgen den Körper häufig nicht mit genügend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Letztendlich kann sich ein chronischer Mangel an Nährstoffen auch am Haarbild zeigen. Das Haar ist spröde, splissig und fällt aus. Daher ist es wichtig, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, um dem Haar die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren. Gerade in besonderen Lebensumständen wie Schwangerschaft und Stillzeit ist ein erhöhter Nährstoffbedarf zu beobachten. Dann sollten entsprechende Anpassungen der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erfolgen, um den Körper ausreichend zu versorgen.

Diese Medikamente führen zum Haarverlust

Bestimmte Medikamente können ebenfalls dazu führen, dass Frauen einen Haarverlust erleiden. Dazu gehören vor allem:

  • Zytostatika (während einer Chemotherapie bei Krebs)
  • Thyreostatika (Präparate gegen Schilddrüsenüberfunktion)
  • Lipidsenker (Mittel gegen erhöhte Blutfettwerte)
  • Ovulationshemmer (Antibabypille)
  • Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer)

Diese alltäglichen Belastungen führen zu Haarverlust

Das weibliche Haar ist täglich vielen Belastungen ausgesetzt: Waschen, Föhnen, Färben und Frisieren. Nicht jede Haarwurzel verzeiht starke mechanische Reize. Druck, Zug und Reibung der Haare können deshalb zum Haarausfall führen. Auch die Trichotillomanie, bei der sich Betroffene durch eine komplexe Störung der Impulskontrolle selbst die Haare ausreißen, führt zu einem augenscheinlichen Haarverlust.

Haarausfall und Schwangerschaft

Hormonelle Veränderungen begünstigen den Haarausfall. Frauen haben deshalb ein höheres Risiko, in besonderen Lebensumständen, unter dünner werdendem Haar zu leiden. Insbesondere in der Schwangerschaft ist der Haarverlust kein seltenes Phänomen. Die in der Schwangerschaft gebildeten Östrogene sorgen für einen längeren Lebenszyklus der Haare. Dadurch fühlen und wirken die Haare kräftiger und glänzender. Gleichzeitig leiden aber auch viele Frauen unter Eisenmangel in der Schwangerschaft. Die positiven Effekte des Östrogens können dann durch die Nebenwirkung des Eisenmangels aufgehoben werden. Blasse Haut, Nervosität und Müdigkeit sind einige Symptome, die bei Eisenmangel auftreten können. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen werden Schwangere mindestens zweimal auf ihren Hämoglobinwert hin getestet, um etwaige Eisenmangelzustände zu erkennen. Durch das Wachstum des Kindes benötigen Frauen in der Schwangerschaft etwa 60 % mehr Eisen. Besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte weisen Frauen einen niedrigen Hämoglobinwert auf. Wenn Symptome von Eisenmangel, beispielsweise Haarausfall, bemerkt werden, sollte deshalb umgehend der Arzt zurate gezogen werden. Frauen empfinden ihre Haarstruktur und Kopfhaut in der Schwangerschaft häufig anders. Auch das Haare färben wird in einigen Fällen schlechter angenommen. Schonende Alternativen für Kopfhaut und Haare können dann eine Alternative darstellen. Häufiger tritt allerdings der Haarausfall nach der Geburt auf. Der Körper ist dann erneut einer hormonellen Umstellung ausgesetzt. Der Östrogenspiegel sinkt, womit sich auch der Lebenszyklus der Haarwurzel wieder verkürzt. Der Haarausfall nach der Schwangerschaft wird auch als postparatales Effluvium bezeichnet. Ein Phänomen, was sich auf den veränderten Hormonhaushalt der Mutter zurückführen lässt. Der verstärkte Haarausfall nach der Schwangerschaft gibt sich in der Regel nach einigen Wochen, wenn sich die Hormonlage im weiblichen Körper wieder stabilisiert hat. Sollte der Haarverlust länger anhalten, empfiehlt es sich, bei einem Arztbesuch, andere Ursachen auszuschließen.

Haarausfall und Stillzeit

Auch Haarausfall in der Stillzeit ist ein großes Thema. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Stillen für den Haarausfall ursächlich ist. Tatsächlich ist es vielmehr so, dass die Hormonumstellung bei stillenden Frauen lediglich langsamer abläuft. Der Haarausfall setzt demnach später ein, als bei nicht stillenden Frauen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kann es aber trotzdem bis nach dem Abstillen dauern, bis der Haarverlust nachlässt.

Haarausfall und Wechseljahre

Haarausfall während der Wechseljahre (Klimakterium) kommt bei bis zu einem Drittel der Frauen vor. Als sogenanntes telogenes Effluvium wird der Haarverlust während der Menopause bezeichnet. Da das Östrogen in diesem Zeitraum absinkt, befinden sich die Haare nicht wie zuvor in einer längeren Wachstumsphase. Frauen bemerken dann einen vermehrten Haarausfall, besonders im Bereich des Scheitels. Neben der durchschimmernden Kopfhaut können sich auch erste kahle Stellen bilden. Haarausfall in den Wechseljahren ist in der Regel hormonell-anlagebedingt. Auch hierbei reagiert der weibliche Körper empfindlich auf männliche Sexualhormone. Da in den Wechseljahren der Östrogenspiegel nachweislich absinkt, kommt es zu einem Ungleichgewicht in der hormonellen Verteilung. Es sind mehr männliche als weibliche Hormone im Körper präsent. Dadurch verkümmert die Haarwurzel und das Haar wird zunehmend dünner und fällt schlussendlich aus. Bei einem chronischen Verlauf können die Haarwurzeln am Ende keine neuen Haare mehr produzieren, womit die kahlen Stellen irreversibel bestehen.

Stress fördert Haarausfall

Meditation gegen Stress
Meditation und Yoga helfen gegen Stress im Alltag

Viele Frauen sind täglich großen Herausforderungen im privaten und beruflichen Alltag ausgesetzt. Ein Teufelskreis, denn Stress kann nachweislich den Haarverlust fördern. Prof. Dr. Eva Peters von der Abteilung für Psychoneuroimmunologie der Universitätsklinik Charité in Berlin hat auf der 11. Jahrestagung der Europäischen Haarforschergesellschaft (EHRS) in Zürich erläutert, dass Stress zu Haarverlust führen kann. Die Wissenschaftlerin gab an, dass eine Übermittlung von Stresseffekten am Haarbalg über festgelegte Bahnen des Nervensystems stattfindet. Das funktioniert dadurch, dass jeder Haarfollikel von einem dichten Nervenfaserkonstrukt umgeben ist. Dadurch können Botenstoffe des Nervensystems erhalten werden. Die Anzahl dieser Nervenfasern sind Schwankungen unterworfen, die wiederum das Haarwachstum beeinflussen. Stress ist in der Lage, die Anzahl von Nervenfasern in der Haut zu erhöhen. Wenn diese Steigerung in einer bestimmten Phase stattfindet, kann es zu Entzündungen im Bereich des Haarbalges kommen. Das Ergebnis ist der programmierte Zelltod im Gewebe des Haarbalges – das Haar fällt aus.

Emotionale Auswirkungen von Haarverlust bei Frauen

Die Auswirkungen von temporärem und permanentem Haarausfall auf das Wohlbefinden können enorm sein. Gerade Frauen können unter starkem psychischen Druck bis hin zu einer Depression leiden. Das Gefühl unattraktiv zu sein und die Reaktionen aus der Umwelt können Frauen weiter verunsichern. Nicht zuletzt ist es der gesellschaftliche Druck, das Schönheitsideal erfüllen zu müssen, der den Alltag von betroffenen Frauen besonders einschränkt. Um den Haarausfall erfolgreich verschleiern zu können, wird viel Energie benötigt. Aufwendige Frisuren, entsprechende Kopfbedeckungen oder Perücken sollen den Haarausfall für die Umgebung unsichtbar machen. Aber die innere Unzufriedenheit und der psychische Druck bleiben und nagen weiter an der Betroffenen, was die Symptome weiter verstärken kann. Mit diesem Zustand muss sich jedoch nicht einfach abgefunden werden. Gezielte Mittel gegen Haarausfall bei Frauen können helfen, das Problem in den Griff zu bekommen.

Hausmittel gegen Haarausfall

Kamillentee-Spülung gegen Haarausfall
Kamillentee eignet sich wunderbar für ein Spülung gegen Haarausfall

Neben der Umstellung der Lebensgewohnheiten, einer gesunden Ernährung und der Vermeidung von Stress können Hausmittel helfen, leichten Haarausfall in den Griff zu bekommen. Öle und pflanzliche Extrakte aus der Natur fördern die Durchblutung und Pflege der Kopfhaut, um ein ungestörtes Haarwachstum zu ermöglichen. Folgende Mittel haben sich besonders bei Haarverlust bewährt.

Kleine Helfer aus dem Haushalt:

Bier: einmal in der Woche als Spülung angewendet, kann Bier und Hefeweizen die Durchblutung der Kopfhaut ankurbeln. Zudem macht es die Haut aufnahmefähiger für Nährstoffe. Neben hautberuhigenden Substanzen enthalten die Getränke auch Vitalstoffe wie B-Vitamine. Die Hopfenspülung sollte eine halbe Stunde einwirken und mit reichlich lauwarmem Wasser und Shampoo anschließend ausgewaschen werden.

Kaffee: Eine Spülung aus Kaffee regt ebenfalls die Durchblutung der Kopfhaut an. Eine Tasse lauwarmer Kaffee wird sanft einmassiert und nach wenigen Minuten mit klarem Wasser ausgespült.

Kamillentee: Kamille besitzt viele gute Eigenschaften. So kann sie dazu beitragen, die Talgproduktion der Haut zu regulieren und Entzündungen sowie Reizungen zu lindern. Nachdem die Haare wie gewohnt gewaschen werden, kann anschließend eine Spülung mit Kamillentee für einige Minuten einwirken. Danach mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Kokosmilch: Auch Kokosmilch enthält zahlreiche Nähr- und Vitalstoffe und kann innerlich, sowie äußerlich, angewendet als Haarkur, den Körper mit wichtigen Substanzen versorgen.

Essig: Essig ist in der Lage, die Haarstruktur zu glätten und das Haar widerstandsfähiger zu machen. Für eine Spülung sollte ein Teil Apfelessig auf fünf Teile lauwarmes Wasser verteilt werden. Für lange Haare reichen in der Regel 1 Liter Wasser und 200 ml Apfelessig. Bei der Anwendung ist darauf zu achten, dass die gesamte Kopfhaut mit dem Essiggemisch gespült wird.

Zitrone: Zitronensaft in einem Gemisch mit Öl kann sich belebend auf die Kopfhaut auswirken und Infektionen lindern. Da Zitronensaft auch einen austrocknenden Effekt haben kann, sollte die Anwendung nicht zu häufig durchgeführt werden.

Zwiebeln: Frisch gewonnener Saft aus Zwiebeln kann einen wertvollen Zusatz für eine Kopfmassage darstellen. Nach dem Sieben wird der Saft mit etwas Leinöl vermischt. Einwirkzeit: 30 Minuten bis 8 Stunden. Danach sollte das Gemisch gründlich ausgewaschen werden.

Honig: Honig hat eine beruhigende und antiseptische Wirkung. Zudem spendet er Feuchtigkeit und regt die Durchblutung auf der Kopfhaut an. Für die Anwendung sollte Honig mit gehackten oder pürierten Zwiebeln direkt auf die Kopfhaut aufgebracht werden und für einige Stunden einwirken. Danach gilt es das Gemisch gründlich ausgewaschen.

Petersilie: Das Gewächs wird nicht ohne Grund als Superfood bezeichnet, denn es ist reich an Eisen, Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Auch als Haarkur kann Petersilie angewendet werden. Dafür sollte das Gewächs zerkleinert und mit kochendem Wasser aufgegossen werden.  Der Aufguss muss anschließend mindestens 8 Stunden ziehen. Danach wird er nochmals mit einem halben Liter aufgekocht und die Petersilie rausgesiebt. Lauwarm kann der Aufguss nun als Haarspülung angewendet werden und über Nacht einwirken.

Wertvolle Öle gegen Haarausfall

Öle haben in der Pflege eine lange Tradition. Auch bei Haarausfall können sie vorteilhaft sein. So verfügt beispielsweise das Amla Öl über antioxidative und antientzündliche Eigenschaften. Gleichzeitig wirkt es keimhemmend. In einem Gemisch oder pur aufgetragen können die Öle dazu beitragen, die Kopfhaut zu pflegen und die Feuchtigkeitsversorgung zu verbessern.

Folgende Öle haben sich in der Haarpflege bewährt:

Amla Öl: Gemischt mit einem Teil Zitronensaft oder mit einem Trägeröl wie Mandelöl oder Olivenöl auf die Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit reichlich Shampoo auswaschen. 3-4 Mal pro Woche sollte die Prozedur wiederholt werden. Auch äußerlich anwendbar, indem täglich ein Esslöffel Amla Öl eingenommen wird.

Arganöl: Pur in die Kopfhaut einmassiert sollte es über Nacht einwirken (1 x pro Woche). Alternativ kann das Arganöl mit einem Trägeröl wie Jojoba- oder Mandelöl verdünnt werden.

Kokosöl: Etwa einen Teelöffel in der Hand verschmelzen lassen, auf der Kopfhaut verteilen und über Nacht einwirken lassen.

Distelöl: Ein paar Tropfen auf den Handflächen verteilen und in die Kopfhaut einmassieren. Einwirkzeit: ca. 30 Minuten.

Emu Öl: 2-3 Mal pro Woche mit etwas Öl die Kopfhaut massieren und über Nacht einwirken lassen. Führt das Öl dazu, dass die Haare fettig werden, sollte die Einwirkzeit auf 30 Minuten verkürzt werden.

Aromaöl: Eine Mischung aus Thymianöl, Zederöl oder Lavendelöl mit einem Trägeröl wie Mandel-, Oliven- oder Jojobaöl auf die Kopfhaut auftragen und mit einer Duschehaube abdecken. Über Nacht eingewirkt sollte es am nächsten Morgen gründlich ausgespült werden. Die Prozedur sollte 3 bis 4 mal pro Woche wiederholt werden.

Geheimtipp: Pfefferminzöl
Die Versuche an Mäusen sind vielversprechend und könnten dazu führen, dass Pfefferminzöl in Zukunft im Kampf gegen Haarausfall sehr erfolgreich eingesetzt wird. Einige Tropfen des wertvollen Öls, vermischt mit Salzlösung aus der Apotheke und etwas Jojobaöl, können eine anregende Wirkung auf das Haarwachstum haben. Täglich auf die Kopfhaut aufgebracht können sich erste Erfolge bereits nach 4-6 Wochen zeigen.

Pflanzen-Blüten-Blätter: die Geheimwaffen der Natur

Aloe Vera als Hausmittel gegen Haarausfall
Aloe Vera ist ein tolles Hausmittel gegen viele Beschwerden, so auch Haarausfall

Extrakte aus der Natur können in verschiedenen Zubereitungs- und Anwendungsarten in die regelmäßige Haarpflege eingebunden werden. Folgende Helfer aus der Natur werden besonders häufig bei Haarausfall empfohlen.

Aloe vera spendet Feuchtigkeit und wirkt gegen Keime. Auch im Kampf gegen Schuppen und als Hausmittel bei Infektionen kann sie mild und schonend den pH-Wert der Haut ausbalancieren. Anwendungsarten: als Aloe Vera Saft oder Aloe Vera Gel dreimal wöchentlich in die Kopfhaut einmassieren. Mit lauwarmem Wasser nach 3-8 Stunden ausspülen. Alternativ kann täglich ein Teelöffel Aloe Vera eingenommen werden. Die Enzyme können sich positiv auf das Haarwachstum auswirken.

Birkenblätter wirken erfrischend und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Zudem können sie Juckreiz lindern und spenden Mineralstoffe wie Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium und Zink. Auch Aminosäuren und Vitamin C sind in Birkenblättern enthalten.Tee, Wasser oder Extrakt aus Birkenblättern können in die Kopfhaut einmassiert werden. Für eine äußerliche Anwendung eignen sich 200 ml Birkenwasser täglich vor dem Frühstück. Der Körper wird so mit vielen Nährstoffen versorgt.

Bockshornklee enthält reizlindernde und entzündungshemmende Inhaltsstoffe. Aufgetragen wirkt er wie ein Schutzfilm auf der Haut, der Juckreiz und Austrocknung entgegenwirkt. Als Tinktur können die wertvollen Inhaltsstoffe auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen von Bockshornklee gibt es unter https://www.natrea.de/nahrungsergaenzung/bockshornklee.html

Brennnesseln können als Tinktur verarbeitet werden und für eine Kopfmassage dienen. Eine 3-malige Anwendung pro Woche soll das Haarwachstum anregen. Ergänzend können Brennnesselsamen in die Speisen gegeben werden.

Indische Stachelbeeren (Amla) sind reich an Nährstoffen und können sowohl von innen als auch von außen wirken. Klein gerieben und mit etwas Zitronensaft oder Jojobaöl sollten sie auf die Kopfhaut aufgebracht über mindestens eine halbe Stunde oder auch über Nacht einwirken. Danach sollten die Haare gründlich gewaschen werden.

Lakritzwurzel (Süßholz) als Tee zubereitet oder als Aufguss kann direkt an der Kopfhaut wirken. Danach sollte die Spülung mit lauwarmem Wasser ausgewaschen werden.

Sonstige Hausmittel bei Haarausfall

Franzbranntwein: Dadurch, dass Franzbranntwein die Durchblutung anregt, kann er in einer schwachen Verdünnung Haarausfall lindern. Wer mehr Geduld mitbringt kann sich eine Mischung mit Zwiebeln anfertigen. Dafür werden 2 Zwiebeln klein gehackt und in Franzbranntwein eingelegt. In einem luftdichten Gefäß wird das Gemisch für 2 Wochen im Kühlschrank gelagert. Danach werden die Zwiebelstücke herausgesiebt und das Ganze mit 2-4 Tassen Wasser aufgefüllt. Vor der Haarwäsche kann die Spülung mit einem leichten Druck in die Kopfhaut einmassiert werden. Einwirkzeit: 30 Minuten. Danach das Haar wie gewohnt waschen.

Glycerin: Glycerin ist ein bewährter Zusatzstoff in Kosmetika und wird auch bei Haarausfall angewendet. Dafür wird eine kleine Menge Glycerin mit einem Teil Zitronensaft vermischt und im Rahmen einer Kopfmassage aufgebracht. Einwirkzeit: 30 Minuten. Danach sollten die Haare gründlich gewaschen werden.

Betroffene haben es in der Hand: Kopfmassagen gegen Haarausfall

Neben der beruhigenden Wirkung haben Kopfmassagen einen durchblutungsfördernden Effekt. Deshalb werden sie bei Haarausfall empfohlen. So oft wie möglich sollte die Kopfhaut mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck massiert werden. Zu viel Druck sollte es aber nicht sein, damit die Haare nicht zu stark mechanisch gereizt werden. Ein bis zweimal am Tag sollten sich Betroffene eine Kopfmassage gönnen. Ergänzend dazu kann am Abend eine Spülung verwendet werden.

Haarausfall bei Frauen: Welche Nährstoffe sind wichtig?

Vitamine sind wichtig für das HaarwachstumIst der weibliche Körper nicht mit genügend Nährstoffen versorgt, erhöht sich das Risiko für Haarausfall. Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe sind wichtig, um Haarverlust entgegenwirken zu können. Im folgenden Verlauf werden die Top 7 der wichtigsten Nährstoffe im Kampf gegen den Haarverlust vorgestellt.

Nummer 1: Biotin

Biotin oder auch Vitamin B7 gilt als Schönheitsvitamin für Haut, Haare und Nägel. Es ist an der Produktion von Kreatin beteiligt, welches wiederum eine wichtige Rolle für gesundes Haar spielt. Verfügt der Körper nicht über genügend Biotin, schränkt er zunächst die nicht überlebensnotwendigen Funktionen ein. Davon kann auch das Haarwachstum betroffen sein. Wichtige Quellen für Biotin sind: Eier, Milch, Sojaprodukte und Nüsse.

Nummer 2: Folsäure

Der Körper ist auf Folsäure angewiesen, um eine reibungslose Entwicklung von Zellen und Gewebe zu ermöglichen. Auch die Haarfollikel und der Haarwuchs profitieren deshalb von einer geregelten Aufnahme von Folsäure. Zudem gelingt dem Körper mit dem Vitamin eine bessere Durchblutung, sodass die Nährstoffe die Kopfhaut besser erreichen. Folsäure wird auch als Vitamin B9 bezeichnet und ist vor allem in grünem Blattgemüse, Rosenkohl, Brokkoli, Zitrusfrüchten und Leber enthalten.

Nummer 3: Zink

Zink kann zu einer normalen Haarentwicklung beitragen, indem es für eine korrekte Bildung von Proteinen sorgt. Auch an der Bildung von Kreatin ist Zink beteiligt. Verfügt der Körper nicht über genügend Zink, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, mehr DHT im Körper einzulagern. Wie bereits ausgeführt, kann es deshalb zu vermehrtem Haarausfall kommen. Gleichzeitig können sich die Haare auch sehr dünn und zerbrechlich darstellen. Eine gute Quelle für den Mikronährstoff Zink sind Rindfleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Sonnenblumenkerne. Ein echter Geheimtipp ist der zinkreiche Käse Emmentaler.

Top 4: Selen

Der Mineralstoff Selen spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Haaren. Ein Mangel führt zu einem spröden Haarbild und Haarverlust. Das ist darauf durchzuführen, dass Selen dem Organismus bei der Verarbeitung von Proteinen hilft. Haare wiederum bestehen hauptsächlich aus Proteinen und sind deshalb auf eine ausreichende Menge an Selen angewiesen. Paranüsse, Fisch und Schalentiere sind reich an Selen und sollten bei Haarverlust unbedingt auf dem Speiseplan stehen.

Top 5: Eisen

Vor allem in der Schwangerschaft leiden Frauen unter Haarausfall. In vielen Fällen ist ein Mangel an Eisen die Ursache. Fleisch, Bohnen, Kürbiskerne und Algen sind besonders gute Eisenlieferanten.

Top 6: B Vitamine

Neben Biotin und Folsäure sorgen auch andere Vitamine aus der B-Gruppe für volles und gesundes Haar. Sie alle spielen eine wichtige Rolle, um einen stabilen Stoffwechsel in den Zellen zu gewährleisten. Das Vitamin B2, was auch als Riboflavin bezeichnet wird, wirkt unterstützend bei der Aufnahme von Vitamin B6 und Eisen. Es ist in Milchprodukten, Fleisch, Brokkoli, Eiern und Nüssen enthalten. Das Vitamin B3 sorgt dafür, dass genügend Nährstoffe die Haare und die Kopfhaut erreichen. Eine gute Quelle sind Fisch, Fleisch, Nüsse und Getreide. Auch ein Mangel an Vitamin B5 kann zu Haarausfall führen. Daher sollte mit Lebensmitteln wie Hähnchen, Milch, Getreide und Lachs einem Mangel vorgebeugt werden. Nicht zuletzt ist Vitamin B12 für die Erhaltung von Haaren notwendig. Eine Deckung gelingt mit Tierprodukten wie Milch und Fleisch.

Top 7: Vitamin A

Vitamin A ist nicht nur wichtig für die Augen, sondern auch für die Gesundheit der Kopfhaut. Mithilfe von Vitamin A wird die Produktion von Talg angeregt. Das produzierte Sebum schützt das Haar vor Feuchtigkeitsverlust. Aber Vorsicht: Zu viel Vitamin A kann den Haarausfall begünstigen. Zu wenig davon führt zu trockenem Haar und trockener Kopfhaut und letztendlich zu Haarausfall. Milch, Brokkoli, Spinat, Kohl und Möhren sind gute Vitamin A Spender.

Nicht zu vergessen: Vitamin C und E

Für eine gesunde Haarentwicklung und Kopfhaut sind auch Vitamin C und E wichtig. Vitamin E sorgt für eine gute Durchblutung der Kopfhaut, sodass die Haarfollikel genügend Nährstoffe für das Haarwachstum erhalten. Gute Vitamin E Lieferanten sind Eier, Sonnenblumenkerne und Spargel. Mithilfe von Vitamin C bildet der Körper Kollagen in der Haut und um die Haarfollikel herum. Darüber hinaus hilft es dabei, Eisen aufzunehmen. Vitamin C ist in Zitrusfrüchten, Kiwi, Tomaten Erdbeeren und grünem Gemüse enthalten.

Schüssler-Salze gegen Haarausfall

Schüssler Salz gegen Haarausfall
Schüssler Salze sind ein natürliches Mittel, mit dem Frauen ihren Haarausfall in den Griff bekommen können

Bei Schüssler-Salzen handelt es sich um Präparate aus Mineralsalzen, die in einer homöopathischen Dosierung angeboten werden. Bei Haarausfall werden verschiedene Schüssler-Salze empfohlen, die laut Empfehlungen auch in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden dürfen. Kombiniert mit anderen Salzen herrschen individuelle Einnahmeempfehlungen, die sich je nach Anwendungstyp unterscheiden. Je nach Therapeut werden verschiedene Präparate empfohlen. Im Folgenden werden die gängigsten Schüssler-Salze gegen Haarausfall aufgeführt.

Schüssler-Salz Nr. 6 – Kalium Sulfuricum

Einsatzgebiete sind: Dünner werdendes Haar, Alopezie, ergrauen des Haares, Schuppen, Hautekzeme und Juckreiz. Alleinig wird es angewendet in der D6 Potenz, in Kombination mit anderen Salzen wird bevorzugt D12 genommen. Einnahmeempfehlung: sehr spät am Abend oder früh am Morgen.

Schüssler-Salz Nr. 8 – Natrium Muriaticum (auch Natrium Chloratum)

Einsatzgebiete sind laut Margaret Roberts verminderter Haarwuchs, Kopfschuppen, Spliss und glanzloses lebloses Haar. Dieses Schüssler-Salz wird in der Potenz D6 verabreicht. Einnahmeempfehlung: einmal täglich, nach dem Aufstehen. Der Verzehr von Zitrusfrüchten kann die Wirkung begünstigen.

Schüssler-Salz Nr. 11 – Silicea

Ist bekannt als das Salz der Haare, der Haut und des Bindegewebes. Nach Margaret Roberts wird dadurch ein voller Haarwuchs gefördert. Außerdem kommt es bei Kopfschuppen, Spliss und leblosem sowie glanzlosem Haar zum Einsatz. Die übliche Potenz ist D6. Am besten wird Silicea zur Mittagszeit eingenommen. Die beste Wirkung lässt sich dadurch erzielen, dass die Tablette in Wasser aufgelöst wird.

Haarwuchsmittel – Begleiter auf dem Weg zu vollem Haar

Die Anwendung von Hausmitteln kann bei leichten Beschwerden helfen oder ergänzend bei einer Behandlung hinzugezogen werden. Viele Frauen begeben sich mit ihrem Problem allerdings auf die Suche nach einem Mittel gegen Haarausfall, welches populär angewendet wird. Zu den beliebtesten Wirkstoffen, die auch wissenschaftlich erforscht sind, gehören Mioxidil und Thyiozyanat.

Haarwuchsmittel: Wirkstoff Minoxidil

Der Wirkstoff Minoxidil ist Bestandteil von Produkten zur Behandlung von Haarausfall bei Frauen (zum Beispiel Regaine® Frauen) und sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern. Dieser Vorgang wird in Gang gesetzt, dadurch, dass Minoxidil für eine Erschlaffung der glatten Muskulatur der Blutgefäße sorgt. Die Folge ist ein geringerer Druck, mit dem das Blut durch die Gefäße transportiert wird. Der Blutdruck sinkt. Damit Haare gesund nachwachsen und bleiben können, ist eine gute Durchblutung rund um die Haarwurzel wichtig. Minoxidil scheint die Blutgefäße am unteren Ende der Haarwurzel zu erweitern und dadurch eine bessere Durchblutung sicherzustellen. Gleichzeitig erreichen die Nährstoffe die Stellen, an denen sie gebraucht werden. Zudem soll durch den Wirkstoff Minoxidil die DNA-Synthese in den Haarzellen angeregt werden. Das Ergebnis ist eine gestiegene Zellteilungsrate, wodurch das Haar kräftiger nachwächst wie zuvor. Kontrollierte Studien belegen, dass der Wirkstoff Minoxidil als lokal wirksames Mittel gegen Haarausfall bezeichnet werden kann. Dadurch, dass die Substanz schwer in einer Lösung verarbeitet werden kann, raten Experten davon ab, sich den Wirkstoff in einer Apotheke mischen zu lassen. Stattdessen empfehlen sie das rezeptfrei erhältliche Regaine® Frauen. Darin wird eine zweiprozentige Minoxidil-Lösung verarbeitet. Mit dem Präparat wird bei den meisten Frauen das Voranschreiten der androgenetischen Alopezie gestoppt. Die Hälfte der Frauen beobachtet Untersuchungen zufolge eine zunehmende Haardichte. Während der Schwangerschaft sollte das Präparat nicht eingenommen werden.

Haarwuchsmittel: Wirkstoff Thiocyanat

Der Wirkstoff Thiocyanat ist ein im Körper natürlich vorkommendes Molekül. Dort ist es für die Aktivierung und Regulierung von Zelltätigkeiten im Organismus verantwortlich. Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Studie bekräftigte die Theorie, dass der Wirkstoff ein effektives Mittel gegen Haarausfall ist. In der Untersuchung, die sich über einen Zeitraum von 36 Wochen erstreckt hat, wurde die Haardichte bei den Studienteilnehmern untersucht. Ergebnis: der Wirkstoff konnte die Haardichte um bis zu 36 % verbessern. Gleichzeitig nahm die Anzahl der gesunden Haare in der Wachstumsphase um bis zu 72 % zu und der Haarausfall ging insgesamt um bis zu 86 % zurück. Neben- oder Wechselwirkungen konnten nicht beobachtet werden. Da der Wirkstoff nicht in den Hormonhaushalt der Frauen eingreift, können entsprechende Präparate auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Der führende Thiocyanat-Forscher Prof. Dr. Axel Kramer betont, dass der Wirkstoff auch zukünftig bei verschiedenen Haarerkrankungen unterstützend wirken kann. Rezeptfrei sind Produkte mit dem Wirkstoff in Apotheken und im Onlineshop des Herstellers zu erhalten. Da der Wirkstoff Thiocyanat an der Haarwurzel ansetzt, können kahle Stellen damit nicht erfolgreich behandelt werden. Vielmehr richten sich die Präparate an Frauen, die eine Fortschreitung von dünner werdendem Haar bei sich behandeln möchten.

Tabletten gegen Haarausfall

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Tabletten, die Frauen mit Haarausfall einnehmen können. Als Nahrungsergänzungsmittel versorgen sie den Körper mit wichtigen Nährstoffen, die eine gesunde Haarentwicklung ermöglichen. Ein Nährstoffkomplex, der vor allem Biotin enthält, soll dem Haarverlust entgegenwirken. Beliebte Zusatzstoffe sind Hirseextrakt und Bierhefe. Die Präparate sind in der Regel für eine langzeitige Einnahme ausgelegt, um den Körper dauerhaft mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Die überwiegende Anzahl an Nahrungsergänzungsmittel können auch während der Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich eingenommen werden. Bei Unsicherheiten sollten Frauen ihren Arzt befragen. Viele Hersteller geben ein Versprechen, dass ihre Produkte sich auch für Vegetarier und Veganer eignen. Auch Allergiker können bedenkenlos auf die Produkte zurückgreifen, da nur selten allergieauslösende Inhaltsstoffe bearbeitet sind. Die gute Verträglichkeit, aufgrund von natürlichen Inhaltsstoffen, sprechen für die Präparate. Darüber hinaus sollten Anwender auf eine gute Herstellerqualität achten. Hinweise geben das Herstellungsland und die Zusammensetzung.

Tipp: Basenkur gegen Haarausfall

Ein hektischer Alltag kann dazu führen, dass vermehrt verarbeitete und zuckerhaltige Lebensmittel aufgenommen werden. Das natürliche Gleichgewicht zwischen Basen und Säuren im Körper kann infolgedessen gestört werden. Wenn der Körper übersäuert ist, ist er gleichzeitig auch anfälliger für Infektionen, Krankheiten und Störungen. Dazu gehört auch ein vermehrter und vorzeitiger Haarverlust. Eine Basenkur kann das Gleichgewicht im Körper wiederherstellen. Über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen wird mithilfe von basischem Tee, Basenpulver oder Basentabletten eine spezielle Basenkur durchgeführt. In dieser Zeit sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Mehr Gemüse und bevorzugt stille Getränke sowie der Verzicht auf raffinierten Zucker und Weißmehlprodukte unterstützen die Basenkur und die Wiederherstellung des Säure-Basen-Haushaltes.

Shampoo gegen Haarausfall

Shampoo gegen Haarausfall ist auch bei Frauen sehr beliebt. Haarwaschmittel, welche gezielt für Menschen mit Haarverlust entwickelt wurden, enthalten verschiedene Inhaltsstoffe, wie nährende Öle und Pflanzenextrakte. Auch Vitamine oder Zusatzstoffe wie Knoblauch, der für eine bessere Durchblutung sorgen soll, sind in den Shampoos verarbeitet. Für jeden Anwendungstyp findet sich ein geeignetes Shampoo. Leiden Frauen beispielsweise unter sehr sensibler Kopfhaut, eignen sich basische Produkte, die einen neutralen pH-Wert besitzen. Auch Koffein wird in vielen Produkten verarbeitet. Auch wenn es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass der Inhaltsstoff Haarausfall entgegenwirkt, steht fest, dass Koffein durchblutungsfördernd wirkt. Einige Shampoos, die extra für Frauen entwickelt wurden, enthalten Dihydrotestosteron (DHT) Blocker. Da DHT die Haarfollikel und die Haarbildung negativ beeinflussen kann, sollen die Blocker die verstärkte Anwesenheit verhindern. Eine Kombination aus Biotin, Vitaminen, Kräutern und Pflanzenextrakten runden die Produkte ab.