Haarausfall bei jungen Frauen: Ursachen und alternatives Haarstyling

Haarausfall bei jungen FrauenGerade für junge Frauen ist Haarausfall ein wahrer Alptraum. Eine volle Haarpracht gilt als Schönheitsideal und wird mittels sozialer Medien immer wieder zur Schau gestellt. Ein umfangreiches Haarstyling ist für viele Frauen deshalb unerlässlich, um die Follower regelmäßig mit ansprechenden Bildern zu versorgen. Doch insbesondere die modernen Möglichkeiten der Frisuren-Gestaltung tragen zu einem vermehrten Haarausfall bei. In diesem Ratgeber wollen wir auf die Ursachen für Haarausfall bei jungen Frauen eingehen und dir dazu die passenden Behandlungsmöglichkeiten vorstellen.

Moderner Stress sorgt für Belastungen des Organismus

Im 21. Jahrhundert sind wir von morgens bis abends damit beschäftigt, Bilder zu verarbeiten. Ob im TV oder in sozialen Netzwerken: Die wahrgenommenen Eindrücke setzen uns unter Stress, welcher sich im unerwünschten Haarausfall widerspiegeln kann. Das betrifft auch immer mehr junge Frauen zwischen 20 und 30, welche sich über die Anzahl ihrer Likes, Klicks und Shares definieren. In Stress-Situationen reagiert unser gesamter Organismus angespannt, wobei die daraus resultierenden Folgen verheerend sein können und dennoch oft unterschätzt werden.

Was kann man dagegen tun?

Zugegeben, es scheint unmöglich zu sein das Smartphone zu ignorieren und sich stattdessen auf Aspekte in der „realen Welt“ zu fokussieren. Sinnvoller ist es deshalb einen Ausgleich zu schaffen. Wer sich regelmäßig dem „digitalen Stress“ aussetzt, sollte sich Tageszeiten einrichten, in denen es darum geht wieder „runterzukommen“.

Geführte Meditationen und Achtsamkeitsübungen stehen aktuell hoch im Kurs und können dabei helfen, die nötige Entspannung wieder neu zu erlernen. Und dabei kannst du auch gleich etwas für dein Haarwachstum tun. Auf YouTube findest du eine ganze Reihe geführter Meditationen, welche sich um das Thema Haarausfall drehen.

Ob die sogenannten Affirmationen und Suggestionen tatsächlich wirken, musst du für dich selbst herausfinden, wenn du keinen Wert auf entsprechende Bewertungen und Kommentare anderer User legst. Schaden können diese jedenfalls nicht: Dein Unterbewusstsein wird mit „neuem Stoff“ versorgt, du fokussierst dich auf dein Inneres, optimierst deine Atmung, lernst zu entspannen und musst dabei nichtmal auf dein Smartphone verzichten.

Wenn die Haarpflege zur Haarschädigung führt

Wenn man sich vor die überfüllten Regale der Drogerien, Reformhäuser und Supermärkte stellt, fällt auf: Haarpflege ist eine Wissenschaft. Jeder Hersteller verspricht, dass seine Produktreihe die Beste ist. Ob stumpfes, krauses, dauergewelltes, fettiges, coloriertes, schuppiges, glattes oder gelocktes Haar: Für jeden Haartypen gibt es die passende Pflege. Doch die vermeintliche Pflege erweist sich nicht selten als Trugschluss. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, dass diese sich nicht mehr so detailliert unterscheiden, wenn es um die verschiedenen Klassifizierungen geht. Die meisten Produkte enthalten:

  • Silikone
  • Parabene
  • Alkohol
  • Glycerin
  • Alkohol
  • Duftstoffe
  • Konservierungsstoffe etc.

Diese legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen dafür, dass Nährstoffe von außen nicht mehr aufgenommen werden können. Zudem trocknen gerade Inhaltsstoffe wie Alkohol und Parabene aus. Die Folge: Das Haar lässt sich kaum noch stylen, kann nicht mehr atmen, bricht ab und fällt aus.

Naturprodukte als gesunde Alternative

Naturprodukte für die HaareUm die Haare vor der Belastung durch schädliche Inhaltsstoffe zu schützen, greifen viele Frauen zu natürlichen Haarpflege-Produkten. Doch auch diese kommen nicht ohne Konservierungsstoffe aus. Sinnvoller ist es deshalb, selbst zum Haarkosmetiker zu werden. Fokussiere dich im Rahmen deiner täglichen Haarpflege auf natürliche Produkte, welche du zum Teil bestimmt schon im Haus hast. Spülungen mit Apfelessig befreien vorbelastetes Haar von allen chemischen „Verunreinigungen“ und bereiten dein Haar auf die Aufnahme natürlicher Wirkstoffe vor.

Du musst nicht gleich dem „No-Poo-Trend“ hinterherjagen, wo es darum geht sechs Wochen oder länger auf Haarshampoos zu verzichten. Verwende stattdessen Baby-Shampoo, welches speziell für die sensible Haut von Säuglingen und Kleinkindern konzipiert wurde und ersetze Spülungen und Kuren durch bestimmte Gele, welche sich ideal ins Haar einmassieren lassen. Zum Beispiel mit:

Während die Aloe Vera Pflanze das wertvolle Gel nach dem „Schälen“ der Blätter bereits in fertiger Ausführung bereithält, musst du in puncto Chia- oder Bockshornkleesamen selbst Hand anlegen. Die natürlichen Kuren sind jedoch schnell angesetzt: Du übergießt die Samen einfach mit kochendem Wasser und es entsteht ein Gel, welches du optimal auf deine Kopfhaut und ins Haar einmassieren kannst.

Verzichte auf Glätteisen und Haarfarben

Glatte Haare gelten als besonders gepflegt, weshalb vor allem junge Frauen regelmäßig zum Glätteisen greifen. Wer seine Haare täglich glättet, setzt diese regelmäßig hohen Temperaturen aus, welchen die Haarpracht auf Dauer nicht standhalten kann. Die Haare brechen ab und fallen aus. Die Folge: Es werden immer weniger Haare, welche zwischen dem Glätteisen plattgedrückt werden können.

Lockenwickler: Altbewährter Klassiker für schonende Haarformung

Junge Frauen mit LockenwicklernLockenwickler und Glätteisen belasten die Haare mit Temperaturen von durchschnittlich 160 Grad. Die Keratinschicht deiner Haare ist bereits nach wenigen Anwendungen sichtbar geschädigt und der Schutzmantel deiner Haare damit zerstört. Beide Geräte haben in den Haaren und vor allem auf der Kopfhaut nichts zu suchen.

Nimm stattdessen Lockenwickler und drehe deine Haare ein, nachdem du diese an der Luft hast trocknen lassen! Die Verwendung der klassischen Kunststoff-Rollen wir wie diese noch aus Oma’s Zeiten kennen, ist dabei nicht erforderlich: Inzwischen bieten zahlreiche Hersteller sogenannte Flexyform-Spiralen an. Diese lassen sich ebenso einfach im Haar ansetzen, wie fixieren. Das weiche Material sorgt dafür, dass die Spiralen auf dem Kopf nicht als unangenehm wahrgenommen werden und können deshalb über Nacht im Haar verbleiben. Am nächsten Morgen kannst du dich über wunderschön geformte Locken freuen, verzichtest auf den lästigen Einsatz des Glätteisens und profitierst von der perfekten Basis für schöne Hochsteckfrisuren.

Tipp: Alkoholfreies Bier ersetzt den Schaumfestiger: Einfach die Haare nach dem Waschen mit einer beliebigen Menge spülen und nicht ausspülen. Keine Sorge: Der Hopfengeruch verfliegt im Rahmen des Trocknungsprozesses und die Haare haben Halt, sind griffig und glänzen zudem. Außerdem werden deine Haare dadurch mit wichtigen Nährstoffen versorgt und der unerwünschte Haarausfall lässt sich reduzieren.

Darüber hinaus solltest du auf Haarfarben verzichten, wenn dir der Erhalt deiner Haare lieb ist. Vor allem Blondierungen und Aufhellungen sorgen dafür, dass die Schutzbarriere deiner Haare dauerhaft geschädigt oder sogar zerstört wird. Die Haare fallen aus und der unliebsame Kurzhaarschnitt ist nicht mehr weit entfernt.

Hinweis: Wenn du dich beim besten Willen nicht mit deiner genetisch bedingten Haarfarbe anfreunden kannst, fokussiere dich am besten auf Henna-Farben, welche du zahlreich im Netz bestellen kannst. Ein helles Blond wirst du damit zwar nicht kreieren können, jedoch wirst du dich auch nach jahrelanger Anwendung noch über glänzende und volle Haare freuen können.

Wenn die Ernährung zum Albtraum für das Haar wird

Viele junge Frauen lenken ihr Augenmerk auf Bildung und gehen studieren. Das Motto lautet: Karriere machen, um sich beruflich zu verwirklichen. Das ist auch völlig legitim, wenn sich diese Herangehensweise nicht negativ auf die Ernährung auswirken würde. Statt selbstgekochtem Essen, steht Fast Food auf dem täglichen Speiseplan. Die in Fertigprodukten enthaltene Lebensmittel-Chemie belastet dein Haar dort, wo es entsteht: An der Wurzel. Der Kampf gegen den Haarausfall beginnt somit nicht auf dem Kopf sondern im Inneren deines Körpers. Verzichte auf Inhaltsstoffe wie:

  • Farbstoffe
  • Konservierungsstoffe
  • Trennmittel
  • Fließverbesserer
  • Gehärtete Fette
  • Geschmacksverstärker usw.

Stattdessen solltest du dich auf Superfoods konzentrieren, welche deine Haare mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Zugegeben, es ist deutlich einfacher eine 5-Minuten-Terrine mit heißem Wasser zu übergießen, als eine Avocado zu schälen, um daraus Guacamole für die geschnittenen Karotten-Sticks zuzubereiten. Doch eben dieser Aufwand ist die Bedingung für volles Haar. Versuche dich im Rahmen deiner Ernährung auf Rohkost zu beschränken und schneide dir frisches Obst und Gemüse auf. Der Erfolg stellt sich mit Sicherheit nicht nach ein paar Tagen ein. Doch wenn du dich regelmäßig auf „die gute alte Art“ ernährst, wirst du feststellen dass die ausgefallenen Haare in der Bürste weniger werden. Und für den Notfall tun es auch mal Nahrungsergänzungsmittel für die Haare.

Akzeptieren und Selbstbewusstsein aufbauen

Nicht alle jungen Frauen sind mit einer Mähne bis zum Po gesegnet. Solltest auch du dazugehören, ist es wichtig dass du deine Haare so akzeptierst, wie sie sind. Dasselbe gilt für die Form sowie die Fülle der Haare. Wer krauses oder lockiges Haar hat, muss auf modische Haarschnitte wie den Bob verzichten können und die Struktur einfach mal akzeptieren.

Sobald du dich damit abgefunden hast, profitierst du von neuem Selbstbewusstsein und musst dich nicht länger über „inszeniertes“ Haupthaar definieren. Denn jede Verlängerung bedeutet einen hohen Stressfaktor für deine Haare. Und zwar nicht in den Spitzen, wo die daraus resultierten Bruchstellen im Zuge des Spitzenschneidens einfach entfernt werden können sondern direkt am Ansatz.

Deine Haare brechen dort ab, wo sie gerade erst gewachsen sind. Deine Fülle geht verloren und irgendwann kannst du deine Haare gar nicht mehr verlängern lassen. Dann droht die Perücke, welche für ziemlichen Juckreiz auf der Kopfhaut sorgen und die Lebensqualität extrem einschränken kann.

Auch wenn die Verlängerungsmethode laut Anbieter noch so schonend sein soll, kannst du davon ausgehen, dass deine Haare auf Dauer am Ansatz abbrechen werden. Das gilt auch für die sogenannte Brazilian-Methode, bei der ein spezieller Haargummi zum Einsatz kommt. Denn auch der Haargummi sorgt dafür, dass dein Haar am Ansatz plattgedrückt wird und abbricht.

Fazit: Haarverlust innerlich und äußerlich stoppen

Wenn du dich auch in 20 Jahren noch über eine uneingeschränkte Haarpracht freuen willst, musst du etwas dafür tun: Sowohl von innen als auch von außen. Das schnelllebige 21. Jahrhundert lässt dafür zwar nicht immer viel Raum, jedoch nimmt der Haarausfall bei jungen Frauen keine Rücksicht auf die Umstände der digitalen Welt. Achte auf deine Ernährung und versuche dich so gut es geht, vor Stress zu schützen. Meditationen und gezielte Ruhephasen können dabei helfen, den lästigen Haarausfall zu stoppen.