Haare waschen bei Haarausfall – Das musst du beachten!

Haarausfall beim Haare waschenImmer wieder ist zu hören, dass häufiges Haarewaschen Haarausfall begünstigt. Dabei handelt es sich jedoch um einen Mythos, welcher sich hartnäckig hält. Wer bereits unter Haarausfall leidet und dabei nicht auf eine regelmäßige Haarpflege verzichten will, muss somit keine Glatze befürchten. Dennoch gibt es einiges zu beachten.

Haarausfall hat immer eine Ursache. Und diese hat nichts mit der regelmäßigen Haarwäsche zu tun. Die häufigsten Gründe für Haarverlust definieren sich über:

Der tägliche Verlust von Kopfhaaren ist normal und lässt sich auf die Wachstumsphasen der Haare zurückführen. Der Haarzyklus unterteilt sich in drei Phasen:

  • Anagenphase
  • Katagenphase
  • Telogenphase

Letztere beschreibt die Ruhephase, in welcher die Haare ausfallen. Täglich kommen auf diese Weise 80 bis 100 Haare zusammen. Der Verlust dieser Anzahl ist somit normal und kein Grund zur Beunruhigung. Fallen jedoch mehr als 100 Haare aus, sprechen Mediziner von Haarausfall, für welchen es die Ursache abzuklären gilt.

Warum verliere ich beim Waschen so viele Haare?

Die täglich ausfallenden Haare bleiben in den restlichen Haaren hängen und werden erst beim Kämmen oder Waschen entfernt. Dieser Effekt sorgt dafür, dass wir das Gefühl haben, beim Waschen zahlreiche Haare zu verlieren. Tatsächlich handelt es sich dabei um die Haare, welche bereits lose auf dem Kopf liegen und darauf warten, entfernt zu werden. Wer allerdings unter diagnostiziertem Haarausfall leidet, sollte beim Waschen einiges beachten, um weiteren unnötigen Haarverlust zu verhindern.

Haarverlust beim Waschen und Kämmen: Das sollte beachtet werden

Neben den oben aufgeführten Ursachen können auch bestimmte Inhaltsstoffe verschiedener Haarpflegeprodukte wie zum Beispiel Shampoos, Spülungen und Kuren dafür sorgen, dass Haare ausfallen. Dazu gehören unter anderem:

  • Alkohol
  • Glycerin
  • Parabene
  • Silikon

Deshalb ist es wichtig beim Haare waschen ein mildes Shampoo zu verwenden, welches keine dieser Inhaltsstoffe aufweist. Am besten eignet sich Babyshampoo, welches frei von sämtlichen reizenden Stoffen ist.

Das Haarewaschen sollte so schonend wie möglich umgesetzt werden. Das bedeutet, dass das Wasser keinesfalls zu heiß sein darf. Die schonende Behandlung sollte auch nach dem Haarewaschen fortgeführt werden. Da ist Trockenrubbeln mit dem Handtuch ist tabu. Und auch auf das Kämmen der noch feuchten Haare sollte verzichtet werden. Auch der Haartrockner sollte bei Haarausfall im Schrank bleiben. Im Idealfall lässt man das Haar an der Luft trocknen und kämmt es anschließend mit einem grobzinkigen Kamm durch. Dabei ist es wichtig, sich von den Längen nach oben in die Ansätze vorzuarbeiten, um nicht unnötig Haare auszureißen.

Wichtig ist zudem, dass die Haare nicht täglich gewaschen werden. Die tägliche Haarwäsche sorgt dafür, dass die Talgdrüsen kaum Zeit haben, Fett zu produzieren, welche sich langsam auf der Kopfhaut verteilen kann. Die Folge: Juckende Kopfhaut, welche den Haarverlust begünstigt. Hier bietet sich ein Turnus von zwei bis drei Tagen für die Haarwäsche an.

Wer besonders viel Durchhaltevermögen hat, probiert am besten die No-Poo-Methode aus. Dabei wird sechs Wochen komplett auf Shampoo verzichtet. Die Haare werden stattdessen nur mit klarem Wasser gespült. Nach sechs Wochen ist das Haar deutlich griffiger, kräftiger und vor allem glänzender. Grund: Das produzierte Kopffett wird über diesen langen Zeitraum nicht weggewaschen und legt sich stattdessen wie ein schützender Film um das Haar. Allerdings bietet sich diese Methode eher für Menschen an, die im Homeoffice arbeiten und mit den strähnigen Haaren nicht im Büro aufschlagen müssen.

Durch schonende Haarwäschen allein, lässt sich der Haarausfall nicht stoppen. Wichtig ist es die Ursache abzuklären und dem Haar auch von innen Halt zu geben. Dazu bieten sich verschiedene Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Bierhefe oder Biotin-Kapseln an. Beim Haarewaschen kann man aber auch von außen unterstützend auf das Haar einwirken. Dazu bieten sich Spülungen mit alkoholfreiem Bier an. Das Getränk ist reich an Nährstoffen und verhält sich im Haar wie ein natürlicher Festiger. Der unangenehme Geruch verflüchtigt sich, sobald die Haare getrocknet sind.

Wichtig ist auch, dass auf das Styling nach dem Waschen weitestgehend verzichtet wird. Glätteisen und Lockenstab sind tabu. Zumal beides die sogenannte Trichodynie hervorrufen kann, welche sich nicht nur als sehr unangenehm erweist sondern den Haarverlust sogar begünstigt. Außerdem sollte man auf Colorationen und andere Chemikalien verzichten. Stattdessen ist der regelmäßige Friseurbesuch ratsam, um splissige Spitzen schneiden zu lassen, was sich ebenfalls pflegend auf das Haar auswirkt.