Haarausfall – warum Zopf, Dutt und Co schädlich für Deine Haare sind

Haarausfall durch ZopfDie Frisur spielt bei Haarausfall eine größere Rolle, als viele denken. Denn Zopf, Dutt, Klammern und Spangen schaden häufig Deiner Haarstruktur. Warum das so ist, welche Frisuren das betrifft und welche Alternativen sich anbieten, liest Du hier.

Wie Zopf und Dutt sich auf Dein Haar auswirken

Die beliebtesten Frisuren sind zugleich die problematischsten: der Zopf und der Dutt. Denn hierbei wird das Gewicht auf einen Bereich verlagert und durch das kontinuierliche Ziehen – vor allem bei strammen Zöpfen und Dutts – werden die Haarwurzeln ausgeleiert. Hierfür gibt es sogar einen Namen: Traktionsalopezie. Das beschreibt den selbst verursachten Verlust von Haaren durch das Binden von Zöpfen.

Wenn Du dennoch nicht auf einen Pferdeschwanz oder Dutt verzichten möchtest, binde die Haare mit dem Gummi nur locker im Nacken zusammen.

Ganz wichtig: Verzichte auf Haargummis mit Metallteilen, das Material raut das Haar zu sehr auf. Besser sind breite, weiche Haargummis mit fluffiger Struktur.

Was Du bei Haarklammern und Haarspangen beachten solltest

Beliebte Hilfsmittel wie Haarklammern oder -spangen halten die Haare zurück und stecken sie am Kopf fest. Doch genau darin liegt das Problem: Sie üben einen gewissen Druck auf die Kopfhaut auf und biegen die Haare zum Teil stark. Das lässt sie dauerhaft brüchig werden. Besonders schädlich sind harte Metallspangen sowie Klammern und Clips mit scharfen Kanten. Wenn Du Deine Haare bändigen oder aus dem Gesicht halten möchtest, sind dehnbare Stoffhaarbänder, die von der Stirn aus den Hinterkopf umfassen, die bessere Wahl.

Was Färben und Verlängern mit Deinen Haaren macht

Das Haarefärben gehört für viele Frauen seit Langem zur Routine. Die gute Nachricht ist, dass das Färben nicht per se schädlich ist, vorausgesetzt, das jeweilige Produkt wird richtig angewendet und setzt sich nicht aus zu aggressiven Inhaltsstoffen zusammen. Doch vor allem das Blondieren von dunklen Haaren kann Schäden mit sich ziehen. Das liegt daran, dass das Bleichmittel, in der Regel Wasserstoffperoxid, in die Haare eindringt und dabei Sauerstoff freisetzt, was die natürlichen Farbpigmente der Haare zerstört. Das strapaziert Haar und Kopfhaut erheblich. Wer dennoch nicht auf einen frischen Farbton verzichten möchte, greift zu sanfteren Tönungen, die nach ein paar Haarwäschen wieder ausgespült wird.

Vorsicht ist auch bei Extensions geboten. Die beliebten Bondings machen die Haare auf Dauer dünn und kaputt, sie brechen leichter. Weniger schädlich sind Haarteile, die du an die Haare klipst.

Diese Frisuren eignen sind bei Haarausfall

Den größten Gefallen tust Du Deinen Haaren bei Haarausfall, wenn Du sie offen trägst. Dabei wird kein Druck aufs Haar ausgeübt, die Kopfhaut kann entspannen und das Haar wird geschont. Um Deiner Frisur optisch mehr Tiefe zu verleihen, hilft etwas Glanzspray, ebenfalls voller wirkt sie mit Volumenpuder.

Tipp: Grundsätzlich eignen sich Kurzhaarschnitte wie der Bob oder der Pixie super bei Haarausfall. Sie erfordern für gewöhnlich keine Haargummis und sehen auch bei nicht vollem Haar gut aus.

Hitze solltest Du Deinen Haaren hingegen so wenig wie möglich aussetzen. Haartrockner, Glätteisen und Lockenstab schwächen die Haarstruktur und machen das Haar brüchig.

Fazit – das tut Deinem Haar gut

Wenn Du Deinen Haarausfall nicht verschlimmern möchtest, solltest Du Deine Haare also so oft wie möglich offen lassen. Mit Haarstylingprodukten, die Hitze erzeugen, solltest Du sparsam umgehen, bei Haarklammen, -spangen und Gummibändern greifst Du besser zu Varianten ohne Metall. Achte bei Frisuren darauf, dass das Haar nicht zu stramm gebunden bzw. gesteckt ist. Je weniger Druck Du darauf ausübst, desto besser.