Kürbiskernöl gegen Haarausfall

Kürbiskernöl gegen HaarausfallKürbiskernöl macht so manches Gericht zu einer Delikatesse. Das Öl aus den Kernen des Cucurbita, wie Botaniker das Gewächs nennen kann jedoch viel mehr. Es soll gegen erblich bedingten Haarausfall, die Haare stärken und Glanz bringen. Was das Öl für die Haare wirklich tun kann und wie du es am besten anwendest erfährst du in diesem Artikel.

Wie hilft Kürbiskernöl gegen Haarausfall?

Kürbiskernöl enthält verschiedene Wirkstoffe die für das Haarwachstum von Bedeutung sind. Zu nennen sind hier vor allem Vitamin E, Vitamine der B-Gruppe, ungesättigte Fettsäuren und verschiedene Mineralien wie zum Beispiel Eisen. Wer unseren Artikel „Haarausfall durch Vitaminmangel“ gelesen hat, weiß welch wichtigen Beitrag diese Stoffe für ein gesundes Haarwachstum leisten.

Die Hauptwirkung zumindest im Bezug auf Haarausfall wird dem Öl jedoch wegen seiner DHT hemmenden Eigenschaften zugeschrieben. Bei DHT handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. DHT ist maßgeblich an der Entstehung und dem Verlauf von erblich bedingtem Haarausfall beteiligt – auch bei Frauen. Besonders wenn nach den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt gerät Testosteron bzw. DHT in den Vordergrund. Die androgenetische Alopezie beginnt. Es sind jedoch nicht immer die Wechseljahre der Auslöser, so dass auch junge Frauen unter erblich bedingtem Haarausfall leiden können.

Lesetipp: Haarausfall durch DHT

Kürbiskernöl bei Haarausfall richtig anwenden

Kürbiskernöl kann auf verschiedene Weisen angewendet werden um den Haaren etwas gutes zu tun. Unterschieden wird hier generell in innere und äußere Anwendungen. Wer seinen Haaren doppelt Gutes tun möchte, muss sich nicht entscheiden und führt einfach beide Möglichkeiten durch.

Kürbiskernöl als Nahrungsergänzungsmittel

Auf Grund der Inhaltsstoffe die für Haare, Haut und Nägel wichtig sind, kann Kürbiskernöl wie ein Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Hierfür gibt es Kapseln mit Kürbiskernölextrakt. Diese haben den Vorteil das sie hochdosiert sind und daher eine höhere Konzentration der wertvollen Wirkstoffe aufweisen als Öl. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht jede Mahlzeit mit Kürbiskernöl verfeinert werden muss. Das ist Öl ist zwar lecker, trotzdem wollen die wenigsten in jedem Gericht den nussigen Geschmack.

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Trotzdem kann natürlich auch normales Öl verwendet werden. Am mischt man dieses morgens in das Müsli und verwendet es abends als Dressing im Salat.

Kürbiskernöl für die äußere Anwendung

Bei der äußeren Anwendung wird das Öl in die Kopfhaut einmassiert. Hierfür kann man es auch mit weiteren Ölen wie zum Beispiel Kokosöl oder Rizinusöl mischen. Auch Schwarzkümmel besitzt Eigenschaften die gegen Haarausfall wirken können. Des weiteren können ätherische Öle von Rosmarin oder Teebaum verwendet werden um die Haarkur abzurunden.

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Lesetipp: Haarkuren gegen Haarausfall selber machen

Wir empfehlen das Kürbiskernöl mindestens eine halbe Stunde lang einwirken zu lassen und anschließend mit einem milden Shampoo auszuwaschen. Wenn du das Öl über Nacht in den Haaren lassen möchtest, solltest du daran denken dein Kissen mit einem Handtuch zu schützen. Dieses wickelst du am besten um deine Haare.

Eine weitere Möglichkeit ist sich ein Kürbiskern-Shampoo selbst herzustellen. Hierfür verwendest du einfach ein neutrales Shampoo wie zum Beispiel das Sanoll speziell zum Mischen mit Ölen.* Dem Shampoo werden dann einige Topfen (ca. 1 Esslöffel) Kürbiskernöl zugefügt. Das Shampoo kannst du für die tägliche Haarwäsche verwenden.

Gibt es positive Erfahrungen oder Studien?

Tatsächlich gibt es eine wissenschaftliche Studie die sich der Wirkung von Kürbiskernöl gegen Haarausfall widmet. Leider wurden für die Studie nur männliche Probanden herangezogen. Für uns ist das allerdings insofern nicht relevant, als dass die androgenetische Alopezie bei beiden Geschlechtern den selben Prozessen unterliegt.

Über einen Zeitraum von 24 Wochen wurde den 76 Teilnehmern täglich eine 400 mg Kapsel mit Kürbiskernöl verabreicht. Wobei eine Teilgruppe lediglich ein Placebo erhielt. Zu Beginn der Studie sowie jeweils nach 12 und 24 Wochen wurden die Haare mittels Phototrichographie analysiert.

Die Forscher sind so zu dem Ergebnis gekommen, dass die DHT-hemmenden Eigenschaften von Kürbiskernöl einen signifikanten Einfluss auf den Haarausfall haben. Die Haare wurden im Verlauf der Studie dichter und der Haarausfall konnte gestoppt werden. Bereits zerstörte Haarwurzeln produzierten jedoch auch mit der Anwendung von Kürbiskernen keine neuen Haare.

Wer sich für die Studie interessiert, kann die Ergebnisse im Detail unter folgendem Link nachlesen. Leider ist diese Seite nur auf Englisch verfügbar.

Kürbiskernöl richtig dosieren

Wird Kürbiskernextrakt als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, sollte sich die konkrete Dosierung stets nach den Angaben des Herstellers richten. Bei diesen Produkten gibt es unterschiedlich konzentrierte Extrakte die auch in der Einnahme von einander abweichen. In der oben erwähnten Studie wurde täglich eine Kapsel mit 400 mg Kürbiskernölextrakt eingenommen.

Bei unbehandeltem Öl kann es bei einer Überdosierung zu abführenden Effekten kommen. Aus diesem Grund sollte das Öl gerade zu Beginn eher sparsam verwendet werden. Im Zeitverlauf der Anwendung kann die Dosis dann allmählich erhöht werden.

Fazit

Laut einer aktuellen Studie kann Kürbiskernöl gegen erblich bedingten Haarausfall helfen. Wunder sollte man allerdings trotzdem nicht erwarten. Zum einen kann es 3 bis 6 Monate dauern, bis sich die ersten Effekte einstellen. Zum anderen ist das Öl nicht in der Lage einmal zerstörte Haarwurzeln wieder zu reparieren.

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