Haarausfall in der Pubertät? Das kannst du tun!

Haarausfall in der PubertätDu befindest dich in der Pubertät und kannst dir einfach nicht erklären, warum du unter Haarausfall leidest? Auch in jungen Jahren kann es zu vermehrtem Haarausfall oder sogar starker Alopezie kommen. Was genau sich dahinter verbirgt, was die Ursachen dafür sein können und was du dagegen tun kannst, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Vom Haarausfall spricht der Mediziner immer dann, wenn die ausgefallenen Haare nicht wieder nachwachsen. Handelt es sich sogar um abnorm schütteres Haar oder einer deutlich sichtbaren Lichtung, ist die Rede von starker Alopezie. Dann solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Hier kann der Allgemeinmediziner, ein Hautarzt oder ein Endokrinologe dein richtiger Ansprechpartner sein.

Wann spricht man eigentlich von Haarausfall?

Dass wir täglich Haare verlieren, ist ganz normal. Dies lässt sich auf den natürlichen Wachstumszyklus der Haare zurückführen. Unsere Haare wachsen sieben Jahre, bis sie ausfallen. Normalerweise gehen jeden Tag etwa 80 bis 100 Haare verloren. Dies ist ganz normal und kein Grund zur Panik. Schließlich wachsen unsere Haare ebenso gleichmäßig wieder nach, sodass keine lichten oder sogar kahlen Stellen auf dem Kopf in Erscheinung treten. Anders verhält es sich, wenn du mehr als 100 Haare pro Tag verlierst. Dies fällt den meisten Betroffenen vor allem dann auf, wenn sich zahlreiche Haare in der Bürste verfangen haben oder diese vermehrt auf dem Kopfkissen oder dem Fußboden zu finden sind.

Hormonell bedingter Haarausfall bei Jugendlichen

Vor allem bei Teenagern hat der Haarausfall häufig eine hormonell bedingte Ursache. Das betrifft vor allem junge Frauen, die damit beginnen hormonell zu verhüten. Hier kann die Antibabypille oder auch die Spirale Schuld am vermehrten Haarausfall sein. Wenn du die Pille als Ursache für deinen Haarausfall vermutest, ist es ratsam einen Termin bei deinem Gynäkologen beziehungsweise deiner Gynäkologin zu vereinbaren, um das Problem zu besprechen. Hier gibt es Alternativen: Einige Antibabypillen fördern den Haarverlust nicht und können diesem sogar vorbeugen.

Haarausfall durch Eisenmangel

Wenn du deine Monatsblutung bekommst, kann dies unter Umständen der Grund für vermehrten Haarausfall sein. Die Periode kann einen Eisenmangel hervorrufen, welcher sich auch durch übermäßige Müdigkeit bemerkbar machen kann. Wenn du diesen Verdacht hast, ist es ratsam einen Bluttest machen zu lassen. Diesen kannst du auch bei deinem Hausarzt durchführen lassen. Ein Eisen-Mangel lässt sich mit entsprechenden Präparaten schnell wieder ausgleichen. Es gibt aber auch zahlreiche Nahrungsmittel, welche voller Eisen stecken und deshalb auf deinem Speiseplan vertreten sein sollten. Zum Beispiel:

  • Vollkornprodukte
  • Feldsalat
  • Kichererbsen
  • Thunfisch

Kann eine falsche Ernährung für Haarausfall in der Pubertät verantwortlich sein?

Ein falsches Ernährungsverhalten kann ebenfalls die Ursache für Haarausfall in der Pubertät sein. Viele Jugendliche ernähren sich hauptsächlich von Fastfood, welches für einen Mineralmangel verantwortlich sein kann. Am besten du verzichtest nach der Schule auf Pizza, Burger & Co. und greifst stattdessen zu frischem Obst und Gemüse. Auch wenn es wesentlich aufwendiger ist einen Kohlrabi zu schälen und diesen aufzuschneiden, deine Haare werden es dir danken. Der Big Mac und die Apfeltasche überzeugen zwar auf geschmacklicher Ebene, schaden aber nicht nur deinem Mineralhaushalt, sondern auch deiner Figur, deiner Verdauung, deinem Schlafverhalten und deinem allgemeinen Wohlbefinden. Also einfach mal am nächsten Fastfood-Restaurant vorbeigehen und stattdessen zum belegten Vollkornbrot mit Hüttenkäse und Putenbrust greifen.

Wenn der jugendliche Stress zum Haarverlust führt

Wir alle kennen das Problem: In der Pubertät hat man oft Stress mit den Eltern, die Schule nervt und der Freund oder die Freundin hat gerade Schluss gemacht. Das sind alles Faktoren, welche den jungen Körper nicht nur stressen, sondern richtig unter Druck setzen können. Es ist sehr schwierig Stress-Situationen zu vermeiden. Nicht nur in der Pubertät. Doch hier kommt es darauf an, dass du dich keinesfalls aus der Ruhe bringen lässt. Schalte einen Gang runter und denk immer daran: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Auch die äußeren Einwirkungen spielen eine Rolle

Häufig kommt zur falschen Ernährung, zum Stress oder zur hormonellen Verhütung auch eine falsche Haarpflege hinzu. Viele jungen Frauen definieren sich über ihr Aussehen und ihre Instagram-Präsenz. Da werden Haare gefärbt, geföhnt, geglättet, mit Styling-Produkten benetzt, mit Extensions verlängert oder falsch zusammengebunden. Diese Behandlung definiert zusätzliche Stressfaktoren für deine Haare und kann den lästigen Haarausfall fördern.

Homöopathie kann ein Behandlungsansatz sein

Geht es um homöopathische Therapien gegen Haarausfall, werden entsprechende Präparate verabreicht. Die wohl bekannteste Form definiert sich über die sogenannten Globuli. Diese werden aus Rohrzucker gefertigt und mit dem gewünschten Wirkstoff angereichert. Der süßliche Geschmack und die kleine Kugelform der Globuli vereinfachen die Einnahme. Allerdings muss man auch ein bisschen Überzeugung mitbringen, wenn es darum geht an die Wirkkraft der Präparate zu glauben. So sollen angeblich Extrakte der ehemaligen Berliner Mauer verwendet werden, um Globuli gegen Klaustrophobie und einengende Gefühle herzustellen. Ob du dich für therapeutische Maßnahmen entscheidest, hängt von deinem Glauben ab welchen du in diese Präparate investierst. Dennoch solltest du parallel die klassische Schulmedizin beherzigen und auf einen ausgeglichenen Mineralhaushalt und eine ausgewogene Ernährung achten.

Was kann ich sonst noch tun?

Dass man es als Teenager nicht leicht hat, ist bekannt. Vor allem der Leistungsdruck kann dem Nervenkostüm zusetzen und Stresshormone ausschütten. Häufig haben wir keine Wahl und müssen uns stressigen Situationen aussetzen. Ob wir wollen oder nicht. Deshalb geht es nicht darum Stress zu vermeiden, sondern diesen in entsprechenden Situationen zu regulieren. Atme doch einfach mal durch einen Strohhalm! Wenn es hektisch zugeht, neigen wir dazu kurz und schnell zu atmen. Die nötige Ruhe und Gelassenheit erlangen wir jedoch nur durch das Gegenteil. Wenn du einen Strohhalm in den Mund nimmst, kannst du durch diesen langsam und tief ein- und ausatmen. Sieht komisch aus und ist zunächst etwas befremdlich, doch nach schon nach kurzer Eingewöhnungsphase wirst du feststellen, wie entspannt und locker du auf einmal sein kannst. Und deine Haare profitieren ebenfalls von der Anti-Stress-Übung.

Gegen die Gewohnheiten bedeutet gegen den Haarausfall

Um unerwünschten Haarausfall in der Pubertät zu stoppen, musst du Gewohnheiten ändern (welche letztendlich dazu geführt haben) und Routine durchbrechen. Verzichte doch morgens einfach mal auf das Glätteisen und nutze die gesparte Zeit, um ein bisschen länger zu schlafen. Deine Haare werden sich in der stressigen Teenager-Phase über beide Änderungen freuen. Und auch wenn McDonald’s oder Burger King gerade mit einer verlockenden Gutschein-Aktion winken, solltest du lieber auf traditionell gekochte Gerichte oder sogar Rohkost setzen, um deinem Haar die Nährstoffe zu geben, welche es braucht. Nur so kannst du dich auch in vielen Jahren noch über eine volle Haarpracht freuen.