Juckende Kopfhaut und Haarausfall: Das gilt es zu beachten!

Frau kratzt sich die KopfhautEine juckende Kopfhaut ist grundsätzlich sehr unangenehm. Wird dabei auch noch ein vermehrter Ausfall der Haare beobachtet, geraten viele Frauen in Panik. Schnell macht sich die Sorge breit, was es mit dem Kopfhautjucken auf sich haben könnte und wie sich der Verlust weiterer Haare verhindern lässt. Alles zu den möglichen Ursachen und Behandlungsmethoden in diesem Ratgeber. 

Unangenehmes Kopfjucken: Welche Auslöser kommen in Frage?

Die Kombination aus juckender Kopfhaut und Haarausfall ist in der Regel eher selten zu beobachten. In den meisten Fällen handelt es sich beim Haarverlust nicht um eine Folgeerscheinung des Juckreizes, sondern um ein separates Problem, welches gesondert behandelt werden muss. Besteht jedoch häufiger das Bedürfnis die Kopfhaut zu kratzen, während gleichzeitig festgestellt wird, dass die Haare immer weniger werden, bedarf es besonderer Aufmerksamkeit.

Treten beide Symptome gleichzeitig auf, kann eine bestimmte Krankheit die Ursache dafür sein. Häufig sind dabei noch weitere Symptome wie etwa eine rote Kopfhaut oder Schuppenbildung zu beobachten. Wenn die Kopfhaut juckt, treten mögliche Gründe dafür sehr vielseitig in Erscheinung. Vom Pilzbefall, über Hautkrankheiten bis hin zu übermäßigem Stress ist alles dabei. Aber auch die falsche Haarpflege kann dafür sorgen, dass der unangenehme Juckreiz auf der Kopfhaut ausgelöst wird. Zum Beispiel wenn das Shampoo Inhaltsstoffe aufweist, welche die Anwenderin nicht gut verträgt.

Pilze und Parasiten

Zu den möglichen Auslösern zählt der Hefepilz Malassezia furfur, welcher Bestandteil der normalen Hautbesiedlung des Menschen ist und sich von den Fetten auf unserer Kopfhaut ernährt. Diese Fette werden aus Talgdrüsen abgesondert. Kommt es zu einer übermäßigen Talgproduktion, stellt dies für den Pilz einen idealen Nährboden dar, sodass sich dieser ungehindert vermehren kann. Dessen rapide Ausbreitung sorgt dafür, dass immer mehr abgestorbene Zellen abgestoßen werden. Das sogenannte seborrhoische Ekzem ist die unangenehme Folge. Damit stellt sich das Jucken ein. Des Weiteren lösen sich fettige Schuppen und im schlimmsten Fall auch ganze Haare, womit der unerwünschte Haarausfall beginnt.

Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe anderer Hefe- und Fadenpilze, welche Hauterkrankungen auf dem Kopf auslösen können und den Haarverlust damit begünstigen. Selbst wenn dieser kein direktes Symptom der Erkrankung ist, laufen Betroffene Gefahr sich übermäßig zu kratzen und damit den Haarausfall zu fördern. Eine extrem juckende Kopfhaut kann aber auch auf einen Parasitenbefall hindeuten:

  • Milben
  • Kopfläusen
  • Flöhe

Alle Parasiten haben eines gemeinsam: Sie hinterlassen auf unserer Kopfhaut kleinste Verletzungen, um an Blut zu gelangen. Es bleiben rötliche und juckende Schwellungen zurück, welche das starke Jucken auslösen. Dies ist auf den Speichel der Parasiten zurückzuführen, welcher direkt in die Haut abgegeben wird. Und auch wenn ein Befall häufig bei Kleinkindern zu beobachten ist, können auch Erwachsene davon betroffen sein.

Wenn die Schilddrüse für den Haarverlust verantwortlich ist.

Das hormonproduzierende Organ hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Körperfunktionen. Das Wachstum der Haare ist davon nicht ausgenommen. Dies ist primär bei einer Schilddrüsenunterfunktion erkennbar. Dabei werden die Hormone T3 und T4 nicht mehr in ausreichender Form produziert, was zur Folge hat, dass die Haare immer dünner werden und letztendlich abbrechen oder sogar ausfallen. In vielen Fällen wird dieser Prozess durch eine juckende und trockene Kopfhaut begleitet.

Vorsicht beim Colorieren in Eigenregie!

Im Handel werden zahlreiche Haarfarben angeboten, welche eine einfache Anwendung für zu Hause versprechen. In den Gebrauchsanweisungen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Produkt allergische Reaktionen auslösen kann. Die mögliche Folge: Schmerzende Kopfhaut, Rötungen und Haarverlust. Deshalb ist es wichtig die Haarfarbe vor der Anwendung auf dem Kopf, an einer anderen Hautstelle zu testen. Zum Beispiel auf dem Unterarm. Auch wenn ein- und dieselbe Haarfarbe bereits seit vielen Jahren angewendet wird, kann es passieren dass sich irgendwann eine allergische Reaktion einstellt.

Lesetipp: Haarausfall durch Färben

Fettige Haare und juckende Kopfhaut durch Überpflegung

Wirft man einen Blick auf die XXL-Regale in den hiesigen Drogerieketten, präsentieren diese ein umfangreiches Angebot an vermeintlichen Pflegeprodukten, welche geschmeidiges und leicht kämmbares Haar versprechen. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt jedoch ein ganz anderes Bild, als es die Werbung verspricht:

  • Glycerin
  • Alkohol
  • Silkon
  • Parabene etc.

Alle Substanzen sorgen dafür, dass die Kopfhaut nach und nach austrocknet, was auf Dauer zu juckender Kopfhaut führen kann. Inhaltsstoffe wie Silikon legen sich außerdem wie ein Film um das Haar, sodass dieses keine Nährstoffe aufnehmen und nicht mehr atmen kann. Zwar fühlt sich das Haar unmittelbar nach der Anwendung glatt und geschmeidig an, jedoch handelt es sich dabei um einen Trugschluss. Die dauerhafte Anwendung führt dazu, dass sich das irgendwann gar nicht mehr stylen lässt.

Was kann ich tun?

Zunächst empfiehlt sich der Gang zum Dermatologen, um potenzielle Krankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis, Pilz- oder Parasitenbefall auszuschließen. Diese gesundheitlichen Einschränkungen müssen medikamentös behandelt werden, weshalb der Hautarzt ein geeignetes Präparat verschreibt.

Handelt es sich nicht um eine Krankheit, sollte die Haarpflege umgestellt werden: Natürliche Produkte wie Apfelessig, Olivenöl, alkoholfreies Bier, Kieselerde und Eier können dabei helfen das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wieder herzustellen. Auch der Verzicht auf Glätteisen, Haarfön und Lockenstab ist ratsam. Außerdem sollte Stress vermieden werden.

Supplementierungen können die Behandlung unterstützen. Aber auch geführte Meditationen bieten sich an, um wieder für mehr Ausgelassenheit auf dem Kopf zu sorgen. Dazu werden auf YouTube zahlreiche Ergebnisse angezeigt. Ob man daran glaubt, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier. Schaden können diese Achtsamkeitsübungen jedenfalls nicht und sorgen grundsätzlich für eine verbesserte Atmung und weniger Stress.